Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

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Moderator: Thomas Kalweit

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Jondalar
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Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Jondalar » 12 Jan 2010 23:18

Angestiftet vom Blauhai und seinem Angelkollegen dem Alex bin ich auf die Idee gekommen mal wieder auf Karpfen zu fischen. Aber nicht irgendwo in einem See oder Weiher. Nein! Wenn schon dann in vor meiner Haustür in der Donau.

Jetzt steh ich da. Kein Equipment, keine Ahnung wie ich es angehen und wo ich die Karpfen suchen soll.

Die Donau vor meiner Haustüre ist ganz ähnlich gestrickt wie das Stück in Straubing. Die Teilnehmer vom letzen F&F Forumstreffen wissen was ich meine.
An meiner Hausstrecke gibt es eine sehr lange Innenkurve mit Sandbank, einige sehr große aber flache Buhnenfelder und einen Altwasserarm der in den Hauptstrom mündet. Das Karpfenvorkommen scheint ganz ok zu sein weil doch immer wieder Karpfenangler anzutreffen sind. Vornehmlich im Altarm aber da will ich ja nicht hin.

Die Burschen sollte man doch auch im Fluss fangen können. Ich denke da an die Innenkurve mit den Buhnenfeldern. Nur wie stell ich es am besten an? Anfüttern ist mal eine Möglichkeit. Nur die doch recht starke Strömung gestaltet das Anfüttern mit Boilies recht schwierig. Gibts Alternativen zum Boilie die auch Karpfen an den Haken bringen?

Dann wäre da noch das Equipment. Da es mitllerweile recht günstige Kombos gibt, ist die Preisfrage nicht das Wichtigste. Nur wie soll ich mein Gerät konfigurieren? Ich dachte an eine etwas kräftigere Rute für die Strömung und eine etwas leichtere für die Rand- oder strömungsberuhigteren Bereiche. Was mir fehlt ist einfach das Gefühl 3lbs von 2.5lbs zu unterscheiden.

Ich bin da ein völliger Neuling und habe bisher mit meinen ausgemusterten Spinnruten auf Karpfen gefischt. :oops:

Also für Tips und Anregungen bin ich immer offen.
Grüsse von der Donau

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Blauhai
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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Blauhai » 12 Jan 2010 23:29

Servus ! :wink:

Also Sandbank hört sich doch schon mal prima an ^^
Zum Anfüttern wird dir nichts anderes übrig bleiben, als einen strömungsberuhigten Bereich aufzusuchen und selbst dort wird es schwierig.
Empehle dir auf alle Fälle statt auf Boilies auf Brickeds umzusatteln, da diese eher am Grund liegen bleiben.

Da ich Gerätetechnisch eine Niete bin und hier selbst auf die Hilfe von Spezis angewiesen bin, enthalte ich mich zu diesem Thema lieber :)
www.donaupirsch.de.tl

http://www.youtube.com/watch?v=tycQCRqcYg4&feature=related
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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von barschjäger14 » 13 Jan 2010 16:03

Würde eine eher kräftigere Rute nehmen um auch schwere bleie werfen zu können.Denn in der Strömung braucht man Wiederstand gegen die Strömung und den Selbsthakeffekt.
Der frühe Vogel kann mich mal !

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Thomas Kalweit » 13 Jan 2010 17:57

Ich würde auch in einem Bereich füttern, in dem sich das Futter sammelt - Buhnenfeld, Kolk, Bombentrichter - und nicht gleich von der Strömung weggetragen wird.

Ich habe einige Male im Main auf Karpfen gefischt, dort haben wir direkt unter der Rutenspitze auf Karpfen gefischt - mit 200 Gramm Blei und Selbsthakmontage. Weiteres Auswerfen war aufgrund der Strömung und der Treibsel (Kondome, Tampons etc.), die sich über Nacht in der Schnur verheddern, unmöglich. Gefangen haben wir ganz gut, aber auch eimerweise gequollenen Mais gefüttert.

Als Ruten eigen sich 3lb-Modelle, vorzugsweise weichere Blanks, wegen der Bisse auf Nahdistanz und des schweren Bleis. Die Karpfenspezis am Neckar fischen sogar mit Glasruten.
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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von roman_69_aha » 13 Jan 2010 19:19

Beim Thema Futter kann ich leider nicht weiterhelfen, aber beim Material!

Auf jeden Fall würd ich 3 bis 3,5 lbs Ruten benutzen, die sind auf jeden Fall stabil genug um auch einen starken Karpfene bei Strömung an Land zu sehen.

Wegen dem Blei würd ich mich mal nach speziellen Strömungsbleien umschauen, die sind nicht ganz so schwer und halten trotzdem am Grund.

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Mr.Muffelmolch » 13 Jan 2010 19:54

Ich selbst hab noch nicht im Fluss auf Karpfen gefischt....
Da gibt´s aber wohl einen Trick, wie man den Strömungsberuhigten Bereich findet.Hab ich aber auch bloß gehört.......
Man nimmt eine Stipppose und lässt sie mit der Strömung treiben.
Dort, wo sie beinahe stehen bleibt, sollte man anfüttern, da sich dort auch das Treibgut ( und Futter) sammelt.Sollte also irgendwo in der Kehrströmung sein.
Klingt eigentlich plausibel.
Müsste man in der nächsten Saison direkt mal ausprobieren.

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Jondalar » 13 Jan 2010 21:32

Danke das sind schon mal sehr hilfreiche Tips. Ich werde sowieso mehrere stellen Anfüttern. Zwar noch nicht jetzt aber im Frühjahr wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen kommen gehts los.

Ich denke das die Sandbank recht ergiebig sein könnte da sich hier die Strömung bricht und ich im Sommer einige Krautfelder gesehen habe.

Also mit 3lbs hab ich schon geliebäugelt. Die Hausnummer werde ich mir mal genauer ansehen.

Ich fische in der Strömung immer mit 40 g Dreiecksbleien. Mit denen schaffe ich es beim Aalfischen gerade noch so am Grund liegen zu bleiben. Das liegt aber an der Form und nicht am Gewicht des Bleies.

Wie schwer sollte man die Bleie den auslegen um einen guten Selbsthakeffekt zu erzielen. Ich denke das die 90g in Dreiecksform liegenbleibt selbst mit zwei Boilies dran. Aber ist das genug oder sollte ich da noch eine Schippe drauflegen.
Grüsse von der Donau

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Blauhai » 13 Jan 2010 21:40

Je nach Strömung...

90g mindestens.
Ich würde sogar ein noch schweres Krallenblei verwenden.
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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von roman_69_aha » 13 Jan 2010 23:06

ich hab die Erfahrung gemacht das es beim Selbsthakeffekt nicht unbedingt auf das Gewicht des Bleies ankommt! ich richte mich immer danach so schwer wie nötig und so leicht wie möglich! Im Prinzip ist das jedem selber überlassen, probiert es einfach aus, so könnt ihr auch selber erfahrungen machen um zu wissen was gut oder was schlecht ist

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Carpcatcher » 13 Jan 2010 23:26

Hi Jondalar,

3 lbs sollten für die Donau reichen, damit solltest Du 120 Gramm werfen können - wenn es nicht weit rausgeht, auch 150 Gramm.

Ein Krallblei würde ich nie verwenden, da durch das sehr kurze Vorfach das Blei beim Drill am Fisch scheuern kann, wie ein Krallenblei auch extrem verhedderanfällig ist.

So leicht wie möglich, ist bei der Selbsthakmethode der genau verkehrte Ansatz - erst recht im Fluss.

Das Blei wird nicht durch die Strömung weggetrieben, sondern durch den Strömungsdruck auf der Schnur, insofern, je mehr, desto besser.

Kissenförmige Boilies treiben entgegen der landläufigen Meinung immer mehr ab, als runde. Nicht umsonst hat eine Kugel den wenigsten Luftwiderstand.

Ein Kissen verwirbelt schon beim Einwerfen wesentlich weiter stromab, als ein runder Boilie - der natürlich am Gewässergrund nicht wegrollt - wir angeln ja nicht in einer Badewanne mit glattem Grund.

Ich angle teils auch in starker Strömung, teilweise mit 200 Gramm Blei - allerdings an 3,5er Ruten, und kann Dir versichern, dass ich noch nie ein Problem hatte, mit weggetriebenem Futter. Einfach, je nach Gewässertiefe, ein paar Meter oberhalb füttern...

Grüße

Jürgen
Geist ist geil

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von roman_69_aha » 13 Jan 2010 23:39

Ja ich kann leider keine Erfahrungen an großen Flüssen wie der Donau verzeichnen. Ich fische lediglich in der "kleinen" aber schönen Fulda und fische meist nicht mit Gewichten über 100g. Zwar beheimaten auch kapitle Karpfen die Fulda, aber die Strömung ist kaum mit der der Donau zu vergleichen, lediglich mit ein wenig Seerosen haben wir zu kämpfen.

Ich fische an der Fulda auch eine 3,5 lbs Rute, die ich aber auch zum fischen an unseren Weihern und Seen benutze um etwas weiter hinaus zu kommen.

Ich bin immer noch der Meinung jeder soll seine eigenen Erfahrungen machen, aber Tipps zum Geschirr sind immer hilfreich!!!!!!!

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von +Werner+ » 14 Jan 2010 00:05

Hallo Jondalar,
war schon mal in einem Donaubereich, nicht sehr weit von Dir fischen. Ich würde erstmal das Altwasser vorziehen. Solltest Du doch den Strom vorziehen,dann mit dicker Mono-Schlagschnur.
Gruß
Werner

Andere so behandeln wie man selbst behandelt werden möchte.

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Blauhai » 14 Jan 2010 13:01

@Jondalar:

Sehe beim Karpfenfischen in der Donau ein weitaus grösseres Problem als die Strömung.
Ich erinnere mich da an schlaflose Nächte mit Dauer-Runs...

Die verdammten Aitel :roll:

Da weiss man wofür man angefüttert hat :(
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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Karpfenfischer » 14 Jan 2010 13:16

3 lb Ruten reiche aus, da schaffst es auch einen kapitalen schön ans Ufer zu drillen. Spar aber auf keinen Fall an der Schnur, in der Donau liegt ja doch auch so einiges an Zeugs drin.
Boilies würd ich lieber eine Nummer zu groß wählen, da die Brachsen/Aitel in der Donau auch sehr gut abwachsen und so doch für eine schlaflose Nacht zuständig sein können, mich persönlich störts nicht, aber mancher möchte das eben nicht.

Ansonsten kann man natürlich gerne mal einen Ansitz starten und schauen wies läuft. Blauhai hätte sicher auch Zeit dazu ^^
Gruß

Markus

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Re: Flusskarpfen und wie soll ich's angehen?

Beitrag von Blauhai » 14 Jan 2010 13:28

Carpcatcher hat geschrieben: Ein Krallblei würde ich nie verwenden, da durch das sehr kurze Vorfach das Blei beim Drill am Fisch scheuern kann, wie ein Krallenblei auch extrem verhedderanfällig ist.
Mit Verhedderungen hatte ich da bisher keine Probleme. Ein etwas steiferer Tube verhindert dies.
Die Sache mit dem Scheuern am Fisch klingt plausibel.
Carpcatcher hat geschrieben: Kissenförmige Boilies treiben entgegen der landläufigen Meinung immer mehr ab, als runde. Nicht umsonst hat eine Kugel den wenigsten Luftwiderstand.


Beim Absinken ja.
Am Grund liegend nein.
Werf mal einen Bricked und einen Boilie ins flache strömende Wasser und schau was passiert :wink:

@Karpfenfischer:

Ja :)
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