Betreutes Angeln - ein Zanderkant-Seminar

Von Gummifisch bis Köfi - Sebastian Hänel gibt Tipps aus der Praxis

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kati48268
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Betreutes Angeln - ein Zanderkant-Seminar

Beitrag von kati48268 » 13 Nov 2014 13:53

Betreutes Angeln
Ein Zanderkant-Seminar mit Sebastian Hänel

Vorträge hat man auf Anglermessen ja schon einige gehört, meistens fand ich sie auch recht gut gemacht.
Unser Verein, http://www.asv-greven.de, hatte sich vorgenommen mit diversen Events das Vereinsleben etwas mehr zu würzen als bisher und u.a. Sebastian Hänel zu einem Zander-Seminar eingeladen.
http://www.fischundfang.de/Service/In-e ... ensterland

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Sebastian kannte ich über die Fisch & Fang schon länger, ich war mir sicher, dass er so eine Geschichte recht unterhaltsam hin kriegt.
Und Zander-Gufieren ist für viele bei uns nicht gerade Alltag, weil wir keine wirklich guten Zander-Gewässer vor Ort (Greven/Münsterland) haben.

Der Dortmund-Ems-Kanal
http://www.fischundfang.de/Service/Arch ... -Ems-Kanal
liegt direkt vor der Haustür, unsere Strecke ist allerdings nicht gerade Zanderfreundlich. Nahezu das ganze Jahr ist der Kanal glasklar, Sichttiefe manchmal 3m oder sogar bis zum Grund.
Dazu ist ein Teil doppelseitig mit Spundwänden versehen. Wenn hier einer der enorm vielen Pötte durchrauscht, schießt das Wasser wie durch einen Flaschenhals; die Schiffer nennen die Strecke nördlich von Greven bis zum nassen Dreieck in Bevergern, „die Rennstrecke“.
Das alles mögen die Glasaugen gar nicht und ihre Brut kommt nicht hoch. Sowohl weiter nördlich wie auch südlich im Verlauf sieht es besser aus.

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Sebastian sollte uns Nachhilfe geben und uns Zandergeil machen.
Das ist ihm gelungen!

Trockenübung

Der ca. 2 ½ stündige Theorieteil im Anglerheim, unterstützt durch Fotos und kurze Filmchen per Beamer & Leinwand, war sehr kurzweilig.
Sebastian beschrieb emotional wie Zander „ticken“, räumte mit manchen Mythen auf und erläuterte wie man speziell Kanäle liest.

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Ich selbst hab nur einen Teil des Vortrags mitbekommen, da ich mich als Organisator um diverse Dinge wie den Mittagssnack kümmern musste, aber bei allen Parts, die ich mitnehmen konnte, wurde mir immer wieder klar, dass ich so einiges bisher falsch angegangen hab, z.B. den Köder tagsüber viel zu schnell führe.

Trocken war die ganze Nummer überhaupt nicht. Sebastian schilderte lebhaft mit Händen und Füssen, malte zwischendurch zum besseren Verständnis Bilder auf eine Tafel, simulierte Attacken auf den GuFi per Hand … man merkte, dass er mit vollem Herzblut bei den Zandern ist.

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Und natürlich ging er auch intensiv auf Gerät und Köder ein. Natürlich primär auf von ihm entwickelte Produkte, aber erklärte auch genau, warum er diese so und nicht anders haben will. Trotzdem wurden auch Produkte anderer Hersteller empfohlen.

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Ins kalte Wasser geschmissen

Dann ging’s nach einem kurzen Snack ans Wasser.
Das Kanalstück, welches ich ausgewählt hatte, ist zwar von einigen Bedingungen her ideal; genügend Platz für viele Fahrzeuge, vielseitig durch Verbreiterung, Brücke, Spundwand & Steinschüttung, alles an einem Platz.
Andererseits wusste ich, dass dieser Platz nicht gerade eine Raubfischbank und dazu ein echtes Ködergrab ist.
Im Nachhinein bin ich verwundert, dass die Kollegen mich für Letzteres nicht mit ihren Ruten verdroschen haben!

Ganz zu Anfang, bevor es überhaupt los ging, verpflichtete wohl der Name zu einem ersten Fang, denn der Board-Kollege mit dem ersten (Mini-)Zander hat denselben Nachnamen wie Sebastian.

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Unser Profi demonstrierte eingehend die im Theorieteil erläuterte Faulenzer-Technik ...es sieht so verdammt einfach aus, wenn er es macht!

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Auch kriegt der Sack kaum Hänger, selbst wenn er permanent auf der Schüttung aufsetzt. Und wenn, bekommt er rund die Hälfte davon gelöst.

Als sich die Meute verteilte, um es ihm gleich zu tun, wurde schnell klar, dass es gar nicht so leicht ist.
Auch ich selbst, bisher überzeugter „Jigger“, tat mich mit der Köderkontrolle beim Faulenzen verflucht schwer.
Ok, es war auch beschissen windig und man hat nicht so einen Besenstil an Rute wie der Meister.
Aber als er mir seine in die Hand drückte, war ich zwar von der schwer begeistert, kriegte es trotzdem nicht viel besser hin.
Da sah man, wie viel Erfahrung und Routine bei ihm dahinter steckt.

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Die Spaziergänger waren übrigens etwas verwirrt über den Auflauf an Anglern die zu einem guten Teil fluchend mit gekrümmten Ruten versuchten die Köder aus den Steinen zu kriegen.
Die ständigen Abrisse dämpften die ansonsten hervorragende Stimmung bei bestem Angler-(nicht Fang-)Wetter doch deutlich.

Eigentlich war angedacht, dass Sebastian bei jedem Teilnehmer in die Einzelschulung geht, das funktionierte leider nicht ganz, wohl auch weil sich das Feld zu weit verteilte.
Trotzdem nahm jeder Einiges mit und bei den Meisten wurde auch wohl die Motivation geweckt, sich tiefer in die Thematik zu knien.

Zanderkant

http://zanderkant.de/
ist übrigens Sebastians ganz eigene Schmiede, über die mit Kumpel Phillip Feist die selbst entwickelten Kaulis, passende Jigköpfe und die Zanderkant-Rute vertreibt.
Auch bietet er dort weitere Infos, wie einen Video-Newsletter zu ausgesuchten Themen.
Die Homepage samt Shop ist ganz frisch im Netz.

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Der Knüppel ist ein echtes Brett! Ich hab noch nie eine so straffe Spinnrute in der Hand gehabt, von Jerkruten mal abgesehen.
Beim Wurf gibt sie die Energie rein oben aus der steifen Spitze weiter und sorgt so für sehr gute Weiten.
Sie ist zu 100% auf die Faulenzer-Technik gemünzt; ein Stock für Puristen!
(Trotzdem kann man natürlich auch mal was anders dran hängen; siehe unten das Barsch-Foto)

Ab Dezember kommt sie auf dem Markt, die Vorbestellungen laufen und werden von der ersten Charge nicht mehr viel übrig lassen.
Bin doch irgendwie angefixt. Werd wohl kaum drum herum kommen, mir so eine zu holen…

Die Kaulis sind übrigens nicht identisch mit den von Balzer vertriebenen; seine Gummimischung ist deutlich weicher. Es gibt die GuFis in Größen von 9-16cm, dazu passende Jigköpfe 3/0 & 6/0 in Gewichten 7-28gr.

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Auf dem Foto sind die augenlosen Junior-Kaulis zu sehen, die größeren haben fest in den Körper integrierte Silikonaugen, die sich nicht lösen, wie es leider bei vielen anderen GuFis der Fall ist.

Die Zanderkant-Seminare werden unterstützt durch die Paul-Parey-Magazine "Fisch & Fang" und "Der Raubfisch". Anfragen dazu bitte direkt an sebastian.haenel@paulparey.de .

Ein geiler, sonniger Sonntag

Gefangen wurden insgesamt wenig Fische, von uns „Schülern“ nicht mal ´ne Handvoll Barsche im üblichen DEK-Handlang-Mass und insgesamt zwei Mini-Zander, aber damit war auch kaum zu rechnen, so ein Lehrgang ist was anderes als normal angeln zu gehen.

Und natürlich lederte uns Dr. Zanderkant noch total ab, erst mit einem 36er Barsch und ganz zum Schluss mit einem 57er Zander, welcher für unsere DEK-Strecke schon ein echt guter Fisch ist.

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Der Sack!

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Re: Betreutes Angeln - ein Zanderkant-Seminar

Beitrag von Fishermanslure » 13 Nov 2014 20:00

Klasse Sache, hört sich nach einer sehr gelungenen Veranstaltung an und von dir wohl auch zur Nachahmung empfohlen...
Grüßle
Rainer
Ein echter Spinner vor dem Herrn...

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Re: Betreutes Angeln - ein Zanderkant-Seminar

Beitrag von Lahnfischer » 13 Nov 2014 21:25

Jo der Seppel,

der lebt und stirbt irgendwann fürs Zanderangeln. Hat mich vor etlichen Jahren bei einem Mod-Treff eines nicht mehr vorhandenen Forums auch zu meinem ersten Gummizander geführt, im Gegenzug brachte ich ihm den Umgang mit der Jerke bei :wink:

Eigentlich schade, dass man sich komplett aus den Augen verloren hat :|
Gruß Thomas

[url=http://www.lahnfischer.blogspot.de]Der Lahnfischer[/url]

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Re: Betreutes Angeln - ein Zanderkant-Seminar

Beitrag von Barsch93 » 16 Nov 2014 15:25

Hallo zusammen,
die Homepage Zanderkant kann ich wirklich nur jedem empfehlen mal reinzuschauen.
Genauso den schon erwähnten Video-Newsletter, ist auch einfach klasse!! :D
Großes Lob! :D

Viele Grüße
Barsch93

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