wolfsbarsch

Von der Schnur bis zum Räucherofen

Moderator: Thomas Kalweit

martin lang
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wolfsbarsch

Beitrag von martin lang » 28 Feb 2005 17:35

hi!
hat jemand erfahrungen mit der angelei auf wolfsbarsch an der niederländischen küste? welche jahreszeit, welche kunstköder? welche schnurstärke? was man nicht tun sollte.
special thanx im voraus,
martl
Die Hechtn fangen nur die G'rechtn.

Heinzmann

wolfsbarsch

Beitrag von Heinzmann » 28 Feb 2005 21:36

Wolfsbarsch

Lebensräume: Schwarzes Meer, Mittelmeer, Küstenregionen des Atlantiks, Nordsee

Lebensweise: Der Wolfsbarsch liebt die flachen und felsigen Küstenregionen. Hier stößt er blitzschnell in beuteträchtige Fischschwärme hinein. Im Winter zieht er sich in tieferes Wasser zurück. Er lebt in kleinen Trupps an den wärmeren Küsten Europas.

Nahrung: Fische, Krebstiere und Tintenfische

Größe: durchschnittlich bis zu 60 cm lang (Alter dann 12 Jahre) und 1 bis 2 kg schwer, bis zu 1 m Länge und Gewichte bis zu 10 kg sind möglich

Alter: nicht bekannt

Mindestmaß und Schonzeit: nicht bekannt

Laichzeit: Laichzeit ist in den Monaten Mai bis August. Die Eier treiben zunächst frei im Meer bis die Larven schlüpfen. Die weiblichen Tiere erreichen mit zwei Jahren eine Körperlänge von etwa 20 Zentimetern, mit fünf Jahren messen sie rd. 40 Zentimeter; Männchen wachsen langsamer.

Geeignete Angelmethode(n): Spinnangeln an felsigen Küstenabschnitten, Boots- oder Brandungsangeln mit Naturködern (Sandaale, Fischfetzen, Krabbenfleich) oder schlanken Blinkern, ähnlich den “Meerforellenblinkern”.

Geräteempfehlung: mittlere Spinn- oder leichte Bootsrute

empfohlene Köder: Sandaal (künstl. und Natur), Krabbenfleisch

Fangtipp: Der Wolfsbarsch ist ein Schwarmfisch, der bevorzugt an felsiger Küste steht. Gute Chanchen haben Sie auch an (Stein-)Molen und Schüttungen. Tage mit stahlendem Sonnerschein eignen sich nicht für das angeln vom Starnd auf Wolfsbarsch, entweder ab der Abenddämmerung oder aber tagsüber bei dunklen Wolken und trübem Wetter. Vom Boot aus sind die Chanchen bei gutem Wetter aber noch gut, da der Wolfsbarsch dann weiter draussen steht.
Wolfsbarsche werden zwar auch in Südnorwegen und den Niederlanden gefangen, die besten Chanchen hat man aber z.B. an den Küsten des Ärmelkanals (Kanalinseln), an südenglischen Stränden und insbesondere an der portugiesischen Atlantikküste. In Südeuropa sollte man sein Glück auch an Flussmündungen und in Brackwasserseen versuchen.
In Deutschland bestehen einigermaßen realistische Chanchen auf den Fang eines Wolfsbarsches nur im Hochsommer rund um die friesischen Nordseeinseln. Die Chanchen sind allerdings recht gering.

Beste Fangzeit: Juni bis September, Abenddämmerung bis Morgendämmerung,

Küchentipp / Zubereitung: Feiner, milder Eigengeschmack, deshalb so “pur” wie möglich zubereiten. Zu empfehlen ist das Backen in der Salzkruste oder dünsten (mit Haut) über Salzwasser. Im Laden erworbene Wolfsbarsche kommen (so gut wie) immer aus Zuchtanlagen im Mittelmeer.

Seinen legendären Ruf als Speisefisch verdankt der Wolfsbarsch unseren fischbegeisterten französischen Nachbarn, die ihn als "Loup de mer" auf keiner Speisekarte missen wollen. Das Fleisch dieses Räubers ist ausgezeichnet.
Von den Fischern wird er gezielt mit Reusen oder Mehrfachangeln gefischt. Die Wildbestände des Wolfsbarsches sind in den letzten Jahrzehnten, vor allem im Mittelmeerraum, übermäßig befischt worden und daher stark zurückgegangen. Erfolgreiche Zuchten in den zahlreichen Farmen Spaniens, Griechenlands, der Türkei und Italiens sorgen dafür, dass der Wolfsbarsch weiterhin in den vielen Restaurants im Mittelmeerraum auf den Speisekarten steht. Dort wird er, mit frischen Kräutern gegrillt oder im Salzmantel gebacken und flambiert, dem Gast serviert.

weitere Informationen: Der Wolfsbarsch besitzt ähnlich, wie Dornhaie oder Nagelrochen, einen Dorn am Hinterrand des Kiemendeckels - also Vorsicht beim Landen eines Fisches - Verletztungsgefahr.

Ist verwandt mit dem Gefleckten Wolfsbarsch - Dicentrarchus punctatus.
(Quelle Angeln.de)

Vielleicht hilft ir das ja weiter... [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]
Grüsse Heinzmann

martin lang
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Beitrag von martin lang » 02 Mär 2005 02:16

yes, heinzmann, das hilft schon mal weiter. danke Dir für die mühe. das ist toll zusammengefaßt ...
petri
mrtl
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reverend
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Beitrag von reverend » 03 Mär 2005 11:22

An der niederländischen und niedersächsischen Nordseeküste (Seeseite der west - und ostfriesischen Inseln) ist sicher Brandungsangeln mit Naturködern (Wattwurm, Krabbenfleisch, Muschelfleisch, Sandaal, Octopus) die Methode der Wahl.
Bei Niedrigwasser einen ausgedehnten Strandspaziergang machen und die tiefen Priele suchen und merken. Geangelt wird dann so etwa ab 2 h vor dem Hochwasser bis ca. 2 h danach.

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Beitrag von martin lang » 03 Mär 2005 15:25

danke, reverend, für den tip. darf ich noch ein paar fragen anhängen? was sind "priele"? weißt Du, ein tiroler tut sich mit solchen wörtern ein wenig schwer.
wie erfährt man, daß flut oder ebbe ist?
kann man im oktober oder november auch noch wolfsbarsche fangen oder sollte man das besser vergessen?
danke und ciao,
martl
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Beitrag von Thomas Kalweit » 03 Mär 2005 17:47

Wasser da = Flut, Wasser weg = Ebbe [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]
Priele sind die Ablaufgräben im Wattenmeer.

Die speziellen Wolfsbarschfragen muss Dir reverend beantworten - Meeresangeln ist für mich ein (leider fast ungeöffnetes [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img] ) Buch mit sieben Siegeln...
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Beitrag von Zander2802 » 03 Mär 2005 19:07

Die Gezeiten (Ebbe und Flut) kannst du einem Gezeitenkalender entnehmen.Diesen Kalender findest du sicher in einem Angelgeschäft am Hafen oder so.
[url=http://www.catch-release.de][img]http://www.anglerwebs.de/cur/cr100x50.gif[/img][/url]

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Beitrag von Karsten » 03 Mär 2005 20:47

Hallo Thomas,
dann wird es aber Zeit, das du die Siegel brichst. [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]
Oder es so zu sagen: Und wer sie rief die Geister, der wird sie nicht mehr los.
Meeresangeln ist eine Faszination für sich.
Gruß Karsten
[url=http://www.mueritzanglers.de]www.mueritzanglers.de[/url]

Christus ist ein Weg.
Der rechte Weg führt zur Wahrheit.
Der Schlüssel zur Wahrheit ist der freie Geist.

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Beitrag von martin lang » 04 Mär 2005 07:57

hi thomas!
wasser weg = ebbe ...
das ist ein ungemein hilfreicher tip, der mir total auf die sprünge hilft. wundere Dich nicht, denn jetzt werde ich den wolfsbarsch meines lebens fangen!!!
dazu:
da draussen in bayern da gibt's an tunnel,
fahrt ma eini, isses dunkel,
fahrt ma aussi, is' hell ...
frage:
sind priele natürlich oder künstlich?
weißt Du, ich bin ein abkömmling eines bergvolkes, das sich durch ungebildetheit und dummheit auszeichnet *grins*
so muß man mir alles doppelt und dreifach erklären.
aber wissen ist macht, nicht wissen macht auch nix.
greetinx
martl
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Beitrag von Matze Koch » 04 Mär 2005 16:54

Na, wenn Dir das soviel bringt, lasse ich mich auch nicht lumpen, Martin:

Sonne weg: Nacht!

Sonne da: Tag!

(ist aber nur ein grober Richtwert!) [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]

Und die Priele sind natürlich nicht künstlich sondern natürlich.

Die Entstehen beim Ablaufen das Wassers, das sich immer den Weg des geringsten Widerstandes sucht, so wie bei Euch in den Bergen die Bäche. (Sind die bei Ebbe eigentlich weg? [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] )

Es gibt auch künstliche Priele, zu den Inseln, die heißen aber "Fahrrinnen".

Zur Zeit beißen übrigens die Dorsche gut! (ich spreche zwar nicht aus eigener Erfahrung, aber aus erster Quelle. Ich selbst war seit meiner Kindheit nicht mehr Brandungsangeln. Man kann halt nicht alles...)
.
.
.
There´s a fine line between fishing and sitting there looking stupid!

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Beitrag von martin lang » 04 Mär 2005 17:43

mensch, Ihr deutschen habt ja so viel wasser,
daß es Euch bis zum hals steht (aber die klappe ist auch dann noch offen - *grins* - nix für ungut)
aber dafür habt Ihr so viel angelmöglichkeiten, daß meinereiner ganz kleinlaut werden muß.
übrigens, matze, in den tiroler bergen spürt man auch die ebbe (= nix mehr da), aber weniger bei den bächen, sondern eher beim geldbörsel ...
ciao
martl
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wolfsbarsch

Beitrag von Gerd Kaenders » 12 Feb 2006 20:09

Hallo Martin,
habe heute nach meiner Anmeldung den Beitrag zum Wolfsbarschangeln in Holland gesehen. Ich hab ein paar Tipps, die vielleicht diese Jahr im Urlaub helfen !
Meine Erfahrungen habe ich aus dem Fischen aus "Zeebars" ( Wolfsbarsch ) in der Gegend um den Helder.
Gefischt wird an "Blöcken" d.h. an den ins Meer gebauten Buhnen. Dort sitzen die Barsche in den Steinen und harren der Dinge " Fischchen". Man fischt mit der Strömung bei auf- oder ablaufendem Wasser auf den Block zu.
Gerät: stramme Spinnrute mit 60-80gr WG, ca. 3 m lang, geflochtener Schnur ca. 10 kg.
Als Köder kann man Twister oder schmale Blinker verwenden.
Twisterköpfe sollten schmal sein (Fischkopf)und je nach Strömung zwischen ca. 10 und 35 gr wiegen. Als Köder werden Shads bis 10 cm und Gummiwürmer bis 20 cm verwendet.
Bei den Farben muss man probieren. Bei den Shads geht perlmuttweis, blauweiss und grün fast immer.
Gefischt wird hart am Boden, sonst geht fast nichts.
Bei den Blinkern biten sich schmale Blinker bis 30 gr an.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass da eine Materialschlacht ansteht.
Allerdings machen Anbiss und Drill die Verluste erträglicher.
Sowohl Biss als auch Drill sind tierisch brutal.
Die Durchschnittsgewichte liegen in den Helder so bei ca. 1,5 kg. Ich selbst habe bisher den grössten mit 3,2 kg, war jedoch beim Fang eines Brummers von 7,6 kg.
Wir haben immer wieder Bisse, bei denen 250 m geflochtene Richtung Dänemark abgerissen werden und vermuten da Brummer von über 10 kg.
Na ja, und essen kann man die Wolfsbarsche auch ganz gut !!!!!
[img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]

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Oschi Takahashi
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Re: wolfsbarsch

Beitrag von Oschi Takahashi » 18 Jul 2008 03:10

Gerd Kaenders hat geschrieben:Hallo Martin,
habe heute nach meiner Anmeldung den Beitrag zum Wolfsbarschangeln in Holland gesehen. Ich hab ein paar Tipps, die vielleicht diese Jahr im Urlaub helfen !
Meine Erfahrungen habe ich aus dem Fischen aus "Zeebars" ( Wolfsbarsch ) in der Gegend um den Helder.
Gefischt wird an "Blöcken" d.h. an den ins Meer gebauten Buhnen. Dort sitzen die Barsche in den Steinen und harren der Dinge " Fischchen". Man fischt mit der Strömung bei auf- oder ablaufendem Wasser auf den Block zu.
Gerät: stramme Spinnrute mit 60-80gr WG, ca. 3 m lang, geflochtener Schnur ca. 10 kg.
Als Köder kann man Twister oder schmale Blinker verwenden.
Twisterköpfe sollten schmal sein (Fischkopf)und je nach Strömung zwischen ca. 10 und 35 gr wiegen. Als Köder werden Shads bis 10 cm und Gummiwürmer bis 20 cm verwendet.
Bei den Farben muss man probieren. Bei den Shads geht perlmuttweis, blauweiss und grün fast immer.
Gefischt wird hart am Boden, sonst geht fast nichts.
Bei den Blinkern biten sich schmale Blinker bis 30 gr an.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass da eine Materialschlacht ansteht.
Allerdings machen Anbiss und Drill die Verluste erträglicher.
Sowohl Biss als auch Drill sind tierisch brutal.
Die Durchschnittsgewichte liegen in den Helder so bei ca. 1,5 kg. Ich selbst habe bisher den grössten mit 3,2 kg, war jedoch beim Fang eines Brummers von 7,6 kg.
Wir haben immer wieder Bisse, bei denen 250 m geflochtene Richtung Dänemark abgerissen werden und vermuten da Brummer von über 10 kg.
Na ja, und essen kann man die Wolfsbarsche auch ganz gut !!!!!
[img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]

Hallo,

meinst du wirklich, dass man für Barsche eine 80 g. Spinnrute braucht?
Die abgerissenen Fische können auch Dorsche gewesen sein.
Ich meine, dass viele mit normalem Meerforellengerät auf Wolfsbarsche fischen (Rute mit maximalem WG 20 oder 25 g.)

MfG

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Re: wolfsbarsch

Beitrag von Barta0815 » 18 Jul 2008 11:35

guck mal aufs datum :wink:

gruß vom niederrhein

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Re: wolfsbarsch

Beitrag von Oschi Takahashi » 18 Jul 2008 12:19

Ich hatte auf Datum geschaut, tue ich aber gerne noch mal - nur für dich!

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