Vorfüttern: ja oder nein!

Von der Schnur bis zum Räucherofen

Moderator: Thomas Kalweit

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Thomas Kalweit
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Vorfüttern: ja oder nein!

Beitrag von Thomas Kalweit » 10 Jan 2003 16:18

[img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] Hallo Leute,

viele Friedfisch-Angler füttern ihre Stellen wochenlang an, bevor sie zum ersten Mal dort Angeln gehen. Diese Taktik ist vor allem bei Karpfen-, Schleien- und Barben-Anglern beliebt.

Andere Angler wollen sich nicht an eine vorgefütterte Stelle binden lassen. Sie füttern die Fische nicht an, sondern suchen sie. Sie wählen je nach Wetterbedingungen, Windrichtung oder Wasserstand die ihrer Meinung nach beste Stelle des Tages aus und fischen dann dort.

Also: Die Fische an eine Stelle locken -
oder die Stelle suchen, wo die Fische sich aufhalten? Wie sind Eure Erfahrungen?

Liebe Grüße,

Thomas
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Vorfüttern: ja oder nein!

Beitrag von andal » 10 Jan 2003 18:20

Also das Vorfüttern kann ich mir sehr gut verkneifen. Mag sein, dass man sich so Fische an den Angelplatz locken kann. Sicher ist aber, dass es die brotneidigen "Angelkollegen" an diese Stelle zieht, so wie die Fliegen an den Roßbollen!
Auf nächtliche Kommandounternehmen habe absolut keine Lust. Bloß damit keiner sieht, wo ich mich am Wochende zum fischen hinsetze.

Andal, der Bequeme
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Beitrag von mikesch » 10 Jan 2003 19:27

Bei uns am Fluss kenne ich die Stellen, an denen ich nicht Vorfüttern muss. Ich geh' dahin wo die Fische fressen.
Außerdem muss ich nicht auf Teufel komm raus was fangen.
Bin ich am Wasser und sind die Fische am Fressen -> gut, ich fang was.
Bin ich am Wasser und die Fische sind satt -> auch gut, hatte schöne erholsamen Stunden.

Ein paar Hände voll vor dem Fischen sind genug, wen ich das Zeug nicht vergessen habe [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] .
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Beitrag von Matze Koch » 10 Jan 2003 20:23

He, Andal, Du bequemer!

Du hast DIch gerade als "Nicht-Karpfen-Angler" geoutet! [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]

Beim Angeln auf große Karpfen gehts einfach nicht anders. Das hat oft noch nicht einmal was mit "an den Angelplatz locken" zu tun, denn die meisten Karpfenangler machen sich die Mühe, ein Gewässer genau zu erkunden und zu loten, die Fische zu suchen.
Aber das Anlocken ist die eine Sache, die Ködergewöhnung eine ganz andere. Auch wenn z. B. die Schleien am Platz von Schnecken u.ä. leben, kann ich die Schleimdinger noch lange nicht als Köder nutzen. Dann werde ich 99 Brassen fangen, und eine Schleie.

Also ist hier weniger Anlocken als viel mehr Ködergewöhnung der Karsus Knacktus!

Beim Raubfischangeln doch nicht anders. Wir hatten es doch schon wiederholt über dies Thema. Meeresfische fangen gut, weil sie ölig sind, gut duften, und nahrhaft.

Aber eine Gewöhnungsphase bringt klar mehr Fänge!

Tatsache ist aber leider auch, das oft zu viel des Guten getan wird. Eimerweise wird gefüttert, wo ,kleine Mengen den exakt gleichen Zweck erfüllen. Ich fange meine Karpfen meist nach 4 Tagen füttern mit Futtermais, dem ich nur beim letzen mal eine handvoll der Köder (meist boilies) beimische. Damit fange ich besser, als die meisten Kollegen, die Tütenweise Boilies füttern... [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]
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Beitrag von andal » 10 Jan 2003 20:29

Yo Jackie,

ich bin kein Carp Hunter, nur einer der auf Karpfen angelt. Aber man muß ja nicht alles machen. [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] [img]images/smiles/icon_biggrin.gif[/img]


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Beitrag von Karsten » 11 Jan 2003 02:09

Hallo Mitstreiter!
Wochenlang anfüttern kann ich mir nicht leisten, zumal ich dann nicht weis ob der Platz am geplantem Angeltag noch frei ist.
Wenn überhaupt dann füttere ich nur beim angeln selbst etwas zu.
Ich schau mir aber vor dem Angeln die Stellen genau an um in etwa zu wissen womit ich zurechnen habe.
Gruß Karsten
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Beitrag von andal » 11 Jan 2003 11:21

@ all:

Auch wenn es mit Vorfüttern nur im weitesten Sinne was zu tun hat.
Es wird immer wieder behauptet, vor einem Schleienansitz sollte man die Angelstelle umpflügen, b.z.w. harken.

Mir war das bisher immer eine etwas zu drastische Maßnahme.
Ich hätte dazu gerne Euere Meinung.

Andal
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Beitrag von Karsten » 11 Jan 2003 23:01

Hi andal!
Wieviel Wochen vorher?
Soweit ich weis, ist die Schleie sehr vorsichtig, wenn ich dann am Grund umherstochere, ist sie bestimmt weg. Oder sollen die Schlammwolken einen Futterreflex, oder wie sich das nennt, auslösen?
Gruß Karsten
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Beitrag von andal » 12 Jan 2003 00:18

Mir ist die Sache selbst zu "brutal". Angeblich ist die Schleie dabei mehr gierig als vorsichtig. Fred Taylor (und andere Autoren) behauptet, dass es auch schon über Nacht wirkt. Vorausgesetzt, der Platz liegt auf einer Schleienstraße, d.h. der Freßroute.

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Beitrag von Thomas Kalweit » 13 Jan 2003 11:35

[img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] Hallo Leute,
die verkrautete Stelle sollte unmittelbar vor dem Angeln entkrautet werden (am besten mit Klappanker und Seil). Der aufgewühlte Grund lockt die scheuesten Schleien an!

Ich kannte mal einen Angler, der schickte im Sommer Kinder zum Baden ins Wasser, damit sie mit ihren Füßen den Grund aufwühlen. Der hat sich in der folgenden Nacht dumm und dämlich gefangen (auch Karpfen und Weißfische).

Liebe Grüße,

Thomas
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Beitrag von andal » 13 Jan 2003 12:16

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Im Bereich von Badeanstalten sollte man, wo erlaubt, nach Feierabend ansitzen. Ist beinahe totsicher.
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Beitrag von Fisherman 15 » 13 Jan 2003 16:25

Mit Klappanker und Seil hinterm Boot oder wie soll das gehen?
Was wohl heute passiert?

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Beitrag von mikesch » 13 Jan 2003 17:21

Hallo zusammen,

ich will euch die "gärtnerischen" Aktivitäten nicht vermiesen, aber beachtet vor der "Unkrautaktion", dass es sich nicht um Kanadische Wasserpest handelt der ihr zu Leibe rücken wollt.
Man erreicht nämlich damit, dass sich das sehr wuchsfreudige Kraut noch schneller ausbreitet als uns lieb ist und auch noch freie Wasserflächen zuwuchert. Jeder abgerissene Halm, und sei er auch noch so klein, wächst weiter und bildet neue Sprossen aus.
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Gruß
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Beitrag von reverend » 13 Jan 2003 18:23

[QUOTE]Original erstellt von Thomas Kalweit:
[QB] [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] Hallo Leute,

beim Anfüttern sollte man ja auch den Natur - und Gewässerschutz beachten. Übermäßiges Anfüttern reichert ein Gewässer mit Fäulnisstoffen an und fördert die Eutrophierung. Ich kenne Fischereivereine, die in ihren Fischwässern das Anfüttern generell verbieten. Also: sowenig, wie möglich anfüttern. Und wenn es nötig ist, dann höchstens einmal vor dem Fischzug und möglichst punktgenau mit Teigknödeln, Boilies oder ähnlichem.

Petri Heil!
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Beitrag von Matze Koch » 13 Jan 2003 20:00

...und noch einen Haken kann die Sache haben:

Ich habe das mal vor einem Karpfenansitz gemacht. Aber nicht wegen der Wolke, sondern um eine krautfreie Stelle zu erhalten.

Ergebnis der folgenden Nacht: Kein Biß!

Ich habe durch die "gärtnerische Aktivität" wohl Faulschlämme aufgewühlt, und die mag kein Fisch...

Also, wenns beim Aufwühlen zu sehr nach Kanalisation riecht, lieber sein lassen!
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