Gedanken zur Liftmontage

Von der Schnur bis zum Räucherofen

Moderator: Thomas Kalweit

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Maki
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Gedanken zur Liftmontage

Beitrag von Maki » 13 Mai 2013 22:11

Hallo zusammen,

Ich habe mir in letzter Zeit einige Gedanken zur Liftmontage gemacht. Die Beiträge im Forum habe ich durchstöbert und sie waren hilfreich, aber ich würde gerne konkrete Meinungen hören, bzw. in meinen Ideen berichtigt werden. Es würde mich sehr freuen, wenn ihr mich an euren Erfahrungen teilhaben lassen würdet.

Gegebenheiten: Abgelegenes, ruhiges und relativ windgeschützes Altwasser. Weniger als zwei Meter tief. Schlammiger Untergrund

Idee: Nicht vorgebleiten Waggler mit Stoppern auf der Hauptschnur montieren und ein Ankerblei von etwa 2,5g einsetzen. Schnur sollte mäßig gespannt und unter Wasser sein, so dass der Wind die sensible Montage nicht zu stark beeinflusst.

Ziel: Waggler legt sich auf die Wasseroberfläche, wenn der Fisch das Blei hebt und zieht ansonsten bei einem Biss ab.

Was haltet ihr davon?

Viele Grüße und Petri Heil,

Markus
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Re: Gedanken zur Liftmontage

Beitrag von e$$oxX » 14 Mai 2013 09:56

Hey!

Jo, meiner Meinung nach sollte das so klappen. Du musst halt gut ausloten. Was ich auch ganz gerne mache, ist "überbleit" zu angeln. Wenn z.B. der Schwimmer 2 g Tragkraft hat, dann verwende ich ein Blei von 1 g und ein zweites von 1,5 g. Zuerst klemme ich das 1 g Blei ca. 50 - 80 cm oberhalb des Hakens auf die Schnur und schaue mir an, wie tief der Schwimmer im Wasser steht, wenn nur das eine Gramm dran hängt. Dann kommt das 1,5 g Blei dazu, ca. 10 - 15 cm oberhalb des Hakens. Jetzt würde der Schwimmer untergehen. Nun werfe ich auf die gewünschte Stelle. Habe ich zu flach eingestellt, geht der Schwimmer unter. Habe ich zu tief eingestellt, dann steht der Schwimmer so im Wasser, als wäre nur das 1 g Blei dran. Jetzt kann ich die Tiefe mit ein paar Probewürfen exakt so einstellen, dass das 1,5 g Blei gerade eben auf Grund liegt und die Schnur zwischen Schwimmer und Grund gerade verläuft. Das kann man meistens ganz gut daran sehen, dass der Schwimmer leicht schräg steht.

Eigentlich, wenn ich es mir so überlege, funktioniert das ja mit deiner Methode genauso, vorausgesetzt das Gewicht des Bleis übersteigt die Tragkraft des Schwimmers. Dabei hat deine Methode den Vorteil, dass man nur 1 Blei verwendet und das nicht so "verwicklungsanfällig" sein sollte.

Gruß,
Simon
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Re: Gedanken zur Liftmontage

Beitrag von Maki » 14 Mai 2013 14:14

Hallo,

@Simon:
Danke für die schnelle Antwort. Schön, wenn du das so siehst! Ich würde ein 2,5g Blei verwenden. Ich verstehe den Nutzen des Bleis unter der Pose nicht, weil es die Bisserkennung erschwert (Es dämpft im Endeffekt den Lifteffekt, bzw. die "Liftweite"). Das Gewicht, das der Fisch "spürt" wird natürlich reduziert, aber ich bin nicht sicher, ob es bei 2,5g gesamt eine Rolle spielt. Wenn ich dieses Blei weglasse, würde sich die Pose regelrecht hinlegen, wenn der Fisch das Blei hebt.

Was meinen die anderen (Posen-)Angler?

Viele Grüße und Petri,

Maki
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Re: Gedanken zur Liftmontage

Beitrag von e$$oxX » 15 Mai 2013 10:11

Servus,

ja, du hast wohl Recht - die Bissanzeige ist mit einem Blei sicherlich besser. Ich glaub ab sofort mache ich das auch so, wenn es die nötige Wurfweite erlaubt.
Wenn man aber weiter werfen muss und daher schwerere Posen unumgänglich sind, ist eine Verteilung des Bleis wohl ratsam.Hängt wohl auch davon ab, wie vorsichtig die zu erwartenden Fische sind.

Gruß
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Re: Gedanken zur Liftmontage

Beitrag von Maki » 15 Mai 2013 13:20

Hallo zusammen,

@Simon:

Mit einem Festblei ist bei mehr als 2g oder 3g Posen wohl Ende Gelände, weil die Fische (Denke hier in erster Linie an Schleien und Karauschen) das Gewicht ja bewegen müssen und sicher misstrauisch werden.

Für größere Posen gibt es eine "umgedrehte" Liftmontage (siehe hier ab etwa einer Minute und zwanzig Sekunden, wobei der Bursche auch so eine interessante Herangehesweise hat: http://www.youtube.com/watch?v=NQ-q-4YLJ3k (Es gibt sicher ein Bezeichnung aus dem Fachjargon, Verzeihung).
Auch hier lässt sich der Köder auf Grund anbieten. Ein Laufblei wir zischen zwei Stoppern, welche jenach Pose einen Abstand zwischen 5 und 10cm haben, auf dem Vorfach befestigt bzw. kann man sich hier überlegen, ob man den Haken nicht an die Hauptschnur macht, solange man diese fein hält. Wenn ein Fisch den Köder nimmt, zieht er die Pose durch das Laufblei unter Wasser. Hier sollte man die Pose natürlich vorbleien, damit der Fisch nicht die gesamte Tragkraft der Pose spürt. Ich denke nicht, dass der Fisch das Laufblei heben wird, wenn es nicht klappt, muss man wohl den Abstand für die Stopper des Laufbleis vergrößern.

Alles nur theoretische Überlegungen.

Ich würde gerne Praxiserfahrungen und andere Kritik hören.

Viele Grüße und Petri Heil,

Maki
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Re: Gedanken zur Liftmontage

Beitrag von berndreiner » 21 Jun 2013 08:30

Hallo.. was ist denn mit der Liftmontage gemeint.. ? Kann damit leider (noch) nichts anfangen.. :roll:
Keiner ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen!

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Re: Gedanken zur Liftmontage

Beitrag von Maki » 21 Jun 2013 09:54

Hallo Bernd,

Die Liftmontage ist eine Posenmontage, wobei z.B. sogennante Waggler verwendet werden. Die Pose wird überbleit und so eingestellt, dass nur noch das oberste Ende über der Wasseroberfläche ist. Bei einem Biss hebt der Fisch das Blei an und die Pose "lifts" aus dem Wasser. Beudeutet einfach heben.

Viele Grüße,

Markus
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Re: Gedanken zur Liftmontage

Beitrag von tricast » 08 Aug 2013 11:32

Ich verwende für die Liftmontage gerne Waggler mit einer längeren Karbonantenne. Diese hat eine sehr geringe Tragfähigkeit und es genügt ein kleines Schrot um die Antenne vollständig abtauchen zu lassen. Wird dieses kleine Schrot angehoben steigt die Antenne sofort hoch. Bei größeren Wurfweiten kann man auch einen etwas schwereren Waggler benutzen der vorgebleit ist, die Sensibilität bleibt dennoch erhalten.

Gruß aus Bremen

Heinz

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