Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Hier werden nicht nur Würmer gebadet...

Moderator: Thomas Kalweit

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Thomas Kalweit
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Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Thomas Kalweit » 28 Feb 2013 15:10

Gefrorene Krillkrebse aus der Zoohandlung mausern ich in England langsam zum Top-Futterbestandteil:

- als Beimengung im Grundfutter und Teig
- die größeren Qualitäten als Hakenköder
- zum Aromatisieren von Maden etc.

http://www.diskus-direkt.de/product_inf ... ister.html
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kati48268
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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von kati48268 » 28 Feb 2013 20:02

Hmmm... sehr interessante Idee!
Werde mal schauen, ob ich in größeren Zooläden Krill finde.
Mit max. 6cm auch ein stattlicher Köder, werden als Handels-Tierfutter aber vermutlich deutlich kleiner sein, so um 1cm, schätze & hoffe ich mal.
Beeindruckend in der Beschreibung finde ich, das so'n Kleinkrebs satte 6 Jahre alt werden kann!

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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Elbe-Allrounder » 07 Mär 2013 14:57

Coole Sache!

Wenn die Friedfischsaison so richtig im Gange ist, werde ich garantiert mal damit experimentieren. Meine erste Idee wäre Krill durch einen Mixer zu jagen und damit mein Feederfutter aufzupeppen.

Mal sehen wie es funktioniert!

Gruß Frank
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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Lan » 08 Mär 2013 07:58

auf was für ideen die leute kommen. ich denk ich werd demnächst mal mit wal oder schillerlocke auf hecht ansitzen. soll ja der neueste schrei in der schonzeit sein. und wenn das nicht klappt muss ich wohl doch auf die afrikanische schmeißfliege zurückgreifen, zerrieben in getrockneter indischer kuhschei.... :shock:

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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Elbe-Allrounder » 08 Mär 2013 14:20

Warum eigentlich nicht :D Man kann es ja mal ausprobieren, schließlich hat kuhsch.... auch einen gewissen Gehalt an Nährstoffen :wink:

Vor vielen Jahren kam auch noch keiner auf die Idee einen Teig mit Eigehalt solange zu kochen, das er später für die Karpfenangelei zur Revolution werden sollte. Darum glaube ich, dass manche Dinge die augenscheinlich hirnverbrannt klingen, vielleicht zum absoluten Trend werden können. Die Entwicklung neuer Techniken, Methoden etc. ist schließlich das Herzstück der Angelfischerei, warum also nicht einen Ansitz mit Krill wagen?

Gruß Frank
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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von andreas b. » 08 Mär 2013 17:39

Lan hat geschrieben:...wenn das nicht klappt muss ich wohl doch auf die afrikanische schmeißfliege zurückgreifen, zerrieben in getrockneter indischer kuhschei.... :shock:
Willst du das dann rauchen oder damit angeln? :lol:

Krill ist sicherlich ein guter Futterbestandteil. Ernähren sich doch fast alle Fischarten auch von Krebstieren in jeweils verschiedener Größe.

Aber...

... viele Walarten ernähren sich ausschließlich von Krill, sollte dieser verschwinden ist das das Ende für viele Walarten
... die Fanggebiete für Krill in der Antarktis überschneiden sich wesentlich mit den Brutgebieten von Robben und Pinguinen
... weiß man immer noch zuwenig über Futtergebiete und Frassmengen anderer Krillfresser (Delfine, Fische, Kalmare oder Seevögel)
... der Krillfang wurde aufgrund eines Vetos von Japan und Russland in der Antarktis nicht eingeschränkt und im Nordatlantik lediglich begrenzt
... Krill ist ein beträchtlicher Bestandteil des weltweiten Marktes für Tierfutteund die Nachfrage steigt mit dem Ansteigen von Fischfarmen überproportional
... schätzungsweise 80 % der weltweiten Krillvorkommen sind durch extensive Fischerei und die Erwärmung der Ozeane bereits verschwunden
... der Krill nimmt eine Schlüsselstellung im Ökosystem der Antarktis ein
Viele Grüße aus'm Osten
Andreas
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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Lan » 08 Mär 2013 17:40

ich glaub das hat bei mir was mit nostalgie zu tun. wenn ich auf friedfische angle dann gibts paniermehl/haferflocken/vanille futter und als köder wurm, mais, kartoffel und made.
boilie und krill kommen bei mir nicht an den haken. :mrgreen:

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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Elbe-Allrounder » 08 Mär 2013 22:21

Ich greife auch manchmal auf Paniermehl, Haferflocken und co. zurück ,zudem sind diese Mittel ja auch in der "modernen" Angelwelt fast vergessen ,wodurch die Fische dementsprechend gut reagieren, weil sie dieses Futter/ Köder kaum noch kennen. :)

Gruß Frank
Zuletzt geändert von Elbe-Allrounder am 12 Mär 2013 23:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von kati48268 » 10 Mär 2013 14:23

Paniermehl aus dem Supermarkt, taugt genau dazu, was der Name sagt, zum Panieren.

Das Zeugs klebt wie Beton, Haferflocken machen es nur noch schlimmer.
Man kann damit eine Futtermischung aus verschiedenen Mehlen strecken oder eben mehr Bindung damit reinbringen, das ist auch schon alles.

Nicht mal unter Kostengesichtspunkten ist es für Friedfischfutter attraktiv, ein Kilo kostet ca. 75-80Cent, und muss dann noch mit Aromen getunt werden. Eine Basismischung ist auf Messen in 10Kilo-Säcken für 10€ zu haben; muss aber auch noch aufgepeppt werden, ok, aber dann hat man ein Futter, welches auch brauchbar ist, für rund 20% Mehrkosten.
Internet, ebay, auch der Händler um die Ecke bietet solche Basismischungen oft preisgünstig an. Und wer viel verbraucht und Lagerplatz hat, besorgt sich die Einzelmehle und mixt je nach Einsatzzweck selbst.

Gerade beim Feedern ist Discounterpaniermehl völlig ungeeignet. Und man braucht doch grad mal nur 1-2kg für einen ganzen Angeltag.

Ich versteh nicht, dass man eine Heidenkohle für Gerät ausgibt, beim Spinnfischen beispielsweise sogar Apothekenköder wie Illex u.a. akzeptiert, beim Friedfischangeln aber auf den billigsten Dreck aus der Küche setzt.
Die Zeit ist bei den meisten doch so begrenzt und kostbar, dass man auch beim Futter nicht an ein paar Cent knausern sollte, wenn man dafür aber einen deutlich besseren Angeltag geniesst.

Das soll natürlich nicht heissen, dass man überteuertes Marken-Tütenfutter kiloweise im Tümpel versenkt. Auch mit einfachen Mitteln ist ein gutes Futter herstellbar.

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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Smile » 11 Mär 2013 16:54

kati48268 hat geschrieben: Auch mit einfachen Mitteln ist ein gutes Futter herstellbar.
Klingt nach Geheimrezept. Welches Du mit uns teilen magst? :shock:
...."May the holes in your net be no larger than the fish in it. ~Irish Blessing"
Besser geht es ohne TSKH

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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von kati48268 » 12 Mär 2013 00:26

Gott bewahre, bin sicherlich kein Futterexperte, nicht mal versierter Stipper.
Und Geheimrezepte, Geheimköder,... verbanne ich ins Reich der Anglermythen.
Da gibt es feine Unterschiede, aber die spielen m.M.n. eine Rolle, wenn jemand zwischen zig Leuten in einer Reihe um die Wette fischt.

Ein Futter muss an (mind.) 3 Bedingungen angepasst sein: Gewässer, Jahreszeit & Zielfisch.
Die Beschaffenheit ist wichtig; ob es dann letztendlich nach Krill, Knoblauch oder Kokos müffelt, ist nicht so entscheidend (aber da hat mit Blick auf den Zielfisch wohl jeder seine ganz eigenen Theorien).

Für Brassen im Schifffahrtskanal ist sicherlich eine andere Futterstrategie notwendig als für Lauben im toten Arm.
Wer bei diesen Temperaturen ein paar fette Kugeln Aldipaniermehl + Haferflocken + Maiskörner im See versenkt und meint an dem Platz Winterrotaugen zu fangen, kann genauso versuchen mit seinem 15jährigen Hund Ball zu spielen, dem man soeben drei Dosen Chappie in den Napf geschmissen hat.
Und das Letzte, was man beim gezielten Schleienfang gebrauchen kann, ist eine schöne Futterwolke, die jeden Weißfisch herbei ruft.

Diese Beispiele sollen nur zeigen: mit einem Standardrezept für alle Gelegenheiten geht man einen falschen Weg.
Nun mag der Eine oder Andere vielleicht sagen, "Unsinn, ich fang auch so meine Fische", aber mit der richtigen Futterstrategie sind es vielleicht dann nicht wie üblich drei, sondern dreissig.
Komischerweise sind Strategiefragen bei anderen Angelarten vollkommen normal und akzeptiert, aber beim Stippen reicht vielen Kollegen fünf Handvoll irgendwas und Pillewurm am Haken dazu.
Friedfischangeln ist mehr!

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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Elbe-Allrounder » 12 Mär 2013 23:12

Ich meine unter "Verwendung" ja auch nicht die bloße Masse von Paniermehl und Haferflocken. Dann kann ich auch gleich Fliesenkleber ins Wasser werfen und versuchen damit Fische zu fangen. Natürlich muss ein Futter in vielerlei Hinsicht besonders sein. Man darf trotzdem die Wirkung von Vanillezucker und Backaromen nicht unterschätzen. Außerdem sollte man sich vor Augen halten, dass die Grundmischungen im Handel auch aus Brot/Backwaren, verschiedenen Samen, Hülsenfrüchten und speziellen Komponenten bestehen, die meist auf Zuckerbasis oder Aromastoffen (schöne Grüße von der chemischen Industrie) sind. Ich finde es wichtig ein gutes Gleichgewicht zwischen altbewährten Mitteln im Futter und Hightechmischungen zu finden. Was nützen mir schließlich 5kg besten Futters,wenn die Hälfte von der Strömung weggetragen wird. Also strecke ich das Futter mit Paniermehl oder groben Partikeln im Sommer, um einfach "mehr" davon zu haben. Habe ich nur wenig Zeit und angle ich an heiklen Gewässern muss ich alle Register ziehen, auf gutes Futter achten und vielleicht auch im Vorfeld viel Aufwand betreiben (Hanf kochen und zerkleinern/ am Angeltag flexibel sein- Platz-/Köder-/Futterwahl)
Flexibel sein lautet das Motto, seine Methoden dem Verhalten und den Gegebenheiten am Wasser anpassen und nie einen Tunnelblick entwickeln, sei es beim Futter oder beim Angelgerät.

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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von kati48268 » 13 Mär 2013 20:32

Keine Frage!
Vanillezucker & Backaromen sind super Zusätze, finde ich auch, und das nicht nur, weil sie günstig sind. Bittermandel beispielsweise ist bei Schleienfutter immer dabei (bilde mir ein, dass das einen deutlich positiven Einfluss hat, aber so hat jeder seine Ticks).
Auch sonst gibt es im Super- & Asiamarkt klasse Zusätze; Aromen aus dem Angelladen mit Markenlabel XY braucht im Prinzip kein Mensch.

Und selbst Betonpaniermehl pur + weitere Zusätze mit Bindung wie Haferflocken kann Sinn machen, es kommt halt ganz darauf an. Nur darauf zu setzen ist ebenso falsch wie nur Tütenfutter XY für alle Gelegenheiten zu benutzen.
Letzteres verwende ich sowieso eher selten und dann aus einem von vier Gründen:
- aus Faulheit/Zeitmangel sich selbst was ansprechendes herzustellen,
- um eine günstige Basismischung (Sackware) aufzupeppen, also als Zusatz,
- beim Feedern braucht man sehr wenig Futter, welches aber mangels Masse umso stärker wirken muss,
- manchmal hab ich einfach Lust etwas auszuprobieren und mir diesen Luxus zu leisten.
Es geht definitiv auch ohne!

Empfehlen kann ich aber jedem sich so einen Sack Basismischung zu holen (Messen, Internet, aber auch Händler um die Ecke). Ist kaum teurer als Paniermehl, aber ist ein Quantensprung an Brauchbarkeit.

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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Elbe-Allrounder » 15 Mär 2013 11:37

Hallo,

Das ist vollkommen richtig: Basismischungen sind günstig und gut. Mein Angelhändler bietet den 20kg Sack schon für 29,99,- an. Das ist ein Super-Preis und da ich das Futter schon in den 1 kg Versionen getestet habe, kann ich ohne Bedenken die "Massenware" kaufen und sie nach belieben "aufpeppen".

Letztendlich hat jeder seine Tricks :wink:

Gruß Frank
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Re: Gefrorener Krill - der neue Geheimköder aus England

Beitrag von Thomas Kalweit » 10 Mai 2013 13:59

Im Vergleich zu Lockstoffen aus dem Supermarkt sind Flavours aus dem Angelgerätefachhandel aber oft preiswerter, weil höher konzentriert. Für ein Fläschchen Vanillearoma muss man im Supermarkt schon ordentlich zahlen.
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