Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Kein Blech schreiben - hier geht's um Gummi & Co.

Moderator: Thomas Kalweit

AStyl3zz
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Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von AStyl3zz » 26 Jul 2011 12:03

Ein Hallo an alle,

kurz zu meiner Person: Ich bin 19 Jahre alt und fische nun seit ungefähr 5 Jahren. Bisher meist auf Friedfisch, doch habe ich nun gewagt mich an den großen Bereich des Spinnfischens heran zu wagen.
Anscheinend stellte ich es mir einfacher vor, als es ist. Ich habe hier schon viele Anleitungen gelesen, z.B. zum Zander- oder Barschfang mit Gummi & Co. Trotzdem scheine ich irgendetwas falsch zu machen, ich habe bis jetzt noch keinen einzigen Fisch per Gummi überlisten können, wo doch diese Methode als "fangreich" dargestellt wird.
Zu meinem Gewässer, ich fische in der Lahn bei Bad Ems, was in der Mitte von Nassau und Lahnstein liegt. Dort habe ich schon viele Stellen "abgeklopft" aber ohne einen Biss, von einem gelandeten Fisch ganz zu schweigen. Neulich sprach ich mit einem Fischereiaufseher, dieser meinte in letzter Zeit wären schlechte Zeiten angebrochen, was das Angeln in der Lahn bei Bad Ems angeht, selbst er habe schon keine Lust mehr. Aber es kann doch nicht sein, dass man keinen Fisch fängt. Mit einem kleinen Spinner konnte ich einen kleinen Barsch fangen, also müssen ja Fische da sein.
Zu meinem Gerät, ich fische mit einer 2,70 m langen Rute ("DAM Spezi Composite Zander"), einer Frontbremsrolle ("Balzer tessa 3400 fx") und gelber, geflochtener Schnur (11 Kg Zugkraft).
Meist benutze ich die Faulenzer Methode, aber ich erkenne einfach nie irgendwelche Bisse und wenn ich denke ich habe einen, bringt mir der Anschlag dann nur den blanken Köder nach oben :(
Letztens habe ich mit einer Pose und Wurm geangelt und auch etwas größere Barsche gefangen, also es gibt sie. Ich würde sie aber gerne an der Spinnrute fangen, natürlich auch Zander.

Habt ihr vielleicht einen Rat für mich?

LG AStyl3zz

Niederbayer

Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Niederbayer » 26 Jul 2011 13:17

@ AStyl3zz
Erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Das nenn ich mal wieder eine schöne Frage:

Du wirst hier viele Antworten bekommen und auch die verschiedensten Ansichten/Möglichkeiten, da dieses Thema sehr vielschichtig ist!
Die Gründe dafür, dass Du nichts fängst können an allem möglichen liegen:

- im schlimmsten Fall sind wirklich keine Fische da ==> glaube ich nicht!
- die Köderwahl ist die Falsche?!
- die Köderführung ist die Falsche?!
- zur falschen Zeit am falschen Ort?!
- zu wenig Erfahrung?!
- ...

Alle diese Themen sind irgendwann schon mal angesprochen worden, aber alles wieder finden ist nicht so einfach ==> also fangen wir mal an:

Da Du schon Fische mit Naturködern gefangen hast, gehen wir davon aus, dass Fische da sind!
Bei Kunstködern (Kukös) kann die Größe, die Form, die Farbe, die Führung, ... über Fangerfolg oder Schneider entscheiden!
Teilweise nehmen die Fische nur 2cm lange Köder - teilweise nur über 10cm...
Teilweise funktionieren nur Schockfarben, dann wiederum nur gedeckte Farben...
Manchmal wollen die Fische viel Bewegung und manchmal eben sehr wenig...

Im ersten Schritt ist die Platzwahl sehr wichtig: Dort wo Strukturen im Wasser sind, steht auch Fisch (Abbruchkanten, Hafeneinfahrten, Bach- oder Flusseinläufe, Barschberge, ...)
Wenn Du solche Plätze hast, dann heißt es viel Zeit nehmen und dort alles ausprobieren...
Was immer gut ist sind die Morgen- und Abendstunden...
Nimm Dir z.B. mal vor 2 oder 3 Wochen lang jeden Abend die letzten 2 Stunden vorm dunkel werden raus zu gehen und die interessanten Stellen mit verschiedenen Ködern anzuwerfen.
Für den Anfang bleib ruhig bei der Faulenzermethode, später kannt Du variieren!

Es gibt durchaus Phasen, wo man 1 oder 2 Wochen keinen Biss bekommt, aber irgendwann wird das Wetter wieder anders und die Fische bekommen wieder Hunger! Innerhalb 2 Wochen ist ein Tag dabei - glaub mir!

Wichtig ist, dass Du Zeit am Wasser verbringst - der Rest kommt von alleine!
Du wirst noch viele Tipps bekommen, aber ein Tipp wird immer gleich bleiben: Nur wer am Wasser ist fängt Fisch und wenn man nur ab und zu Zeit hast ist die Statistik nicht unbedingt auf der Anglerseite!

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Ronny
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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Ronny » 26 Jul 2011 13:51

Woher kenne ich das ?? :lol: :lol:
Es geht dir jetzt wie es mir ging. Nachdem mir die Ärzte sagten das ich nicht mehr Arbeiten darf und nach der Depri Phase die ich deswegen hatte musste ich aus dem Haus.
Bis zum 26 Lebensjahr habe ich eigentlich regelmässig auf Karpfen gefischt,nur sollte ich diesmal aktiv Angeln also entschloss ich mich hauptsächlich zum Spinnangeln auf Raubfische.
Theorie gepaukt,mich im Internet schlau gemacht usw usw.
Ich war der Meinung es geht von alleine,,,pustekuchen :lol: :lol:

Ich brauchte fast eine Saison bis es besser klappte.
Und es ist Wirklich so das jeder Schneidertag einem auf jedenfall was bringt "man lernt dazu"
Ich änderte mein Angelzeug (Angel war zu Schwabbelig).
Ich ging nicht mit dem Vorsatz ans Wasser Fische zu fangen sondern zum lernen.
Ich machte mir Gedanken über Köder und Ködergröße.

Und dann kam der Tag wo der Knoten platze,,,danach weiß du ob es ein Hänger war,,ein Stein oder doch ein Fisch.
Zu verschiedenen Zeiten am Gewässer sein,nicht nur an einer Stelle sondern an verschiedenen.
Beharlich sein aber nicht Verbissen,und das Wichtigste,,,,an sich selber glauben und der Erfolg wird sich einstellen.

Gibt es Kollegen die dich vieleicht mitnehmen,,oder frage ein Angler ob du ihm mal über die Schulter schauen darfst.

Bleib einfach drann und es ist wirklich wie im Sport,,,die Erfolge kommen meistens mit dem vielen Training.

Erzähl einfach mal was du für Köder benutzt,,art,,,größe,, usw
Deine Angel könnte etwas schneller sein und ein bisschen mehr Wg,,, wenn es die bis 40 Gr ist.
Ansonsten ist es Ok.

Gruß
Gruss und Petri.

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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Fishermanslure » 26 Jul 2011 14:59

Ich kann mich meinen Vorrednern, als den beiden vorherigen Postings nur anschließen. Solltest du, so wie ich einstmals auch zu schnell oder zu sehr am funktionieren dieser Angeltechnik zweifeln, kannst du es ja auch noch wie ich machen und deine Versuche in ein herausragendes Revier verlegen, falls du dir das leisten kannst.
Ich hab in meinen Hausgewässern auch immer wieder die Flinte ins Korn geworfen, nur selten Zeit zum Angeln zu gehen und dann nur der Frust des Schneiderns, da hatte ich keinen Bock drauf. Ich bin dann mit dem Team Bodden-Angeln für 3 Tage rausgefahren, hab so gleich den einen oder anderen guten Tip, wie auch gutes Gerät ausgeliehen bekommen.
Bei der dort deutlich größeren Häufigkeit des Fischkontaktes kannst du diesen Part gleich viel besser einüben und nebenbei erlebst du damit auch gleich den Suchtfaktor des Spinnfischens mit Gummis, wenn dir ein Esox so richtig in die Leine knallt.
Übrigens, mein süchtig machender Faktor war bereits nach einer halben Stunde im Boot und hatte 113 cm, ich bin dem Mathias Fuhrmann noch heute dankbar für sein hervorragendes Guiding!
Du kannst natürlich auch jedes andere Unternehmen in anderen Gewässern buchen, wollte hier keine Werbung machen, da Reizthema, aber bei mir war es eben ganz genau so und seitdem hab ich auch die Ausdauuer zuhause dran zu bleiben und ich fange inzwischen auch hier gut!
Grüßle
Rainer
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Niederbayer

Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Niederbayer » 26 Jul 2011 15:19

Genau das macht irgendwann den Unterschied über Fang oder Nichtfang...
Unser @eastside hat es zuletzt im Zanderforum angesprochen:
Zwei Zander Ü90 gefangen... allerdings waren es jeweils die einzigen Bisse an dem Tag!
Aber wenn dieser verwertet wird, ist es der Traumtag - ansonsten nur ein weiterer Schneidertag!

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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Ronny » 26 Jul 2011 15:54

Zum erhöhen des Selbstbewußtsein wäre ein Guiding Ok,obwohl ich nicht gerade ein Verfechter davon bin.
Das Problem ist das die meisten die Schuld bei sich suchen,,,es kommt immer die Frage " Was mache ich Falsch".

Oftmals ist es aber einfach nur so das der Angler selten zum Angeln geht,oder zur falschen Zeit.
Oder einfach einen zickigen Fisch fangen will,,,siehe Zander.

Man soll es ja nicht glauben,aber an der inneren Einstellung ist echt was drann.
Wenn man positiv angeln geht,das Selbstbewusstsein hat dann klappt es auch besser,oder man nimmt Schneidertage nicht mehr so ernst.

Wenn man sich unter Druck setzt,den Biss erzwingen will geht es meistens in die Hose und bei dem Teufelskreislauf verlieren viele die Lust dann.

Gruß
Ps: Nehmen wir uns dem Problem an :lol:
Erzähle mal was für Köder du Fischst ? Größe zb und Farbe und mit welchen Gewicht und wie ist die Strömung da ?
Wie und wo hast du dich Schlau gemacht über das Faulenzen ? Köderkontakt hast du oder siehst wie die Schnur erschlafft ??
Gruss und Petri.

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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Bassking » 01 Aug 2011 13:03

Moin.

Mein erster Tip wäre, geduldig zu bleiben und sich abseits der publizierten realitätsfremden Fangorgien der "Profi´s" auf einen steinigen (Erfahrungs)-Weg zu begeben.

Soll heißen : Werbung-enstanden an Ausnahmegewässern- über Bord werfen und selbst beginnen nachzudenken.
Faulheit und bloßes Nachahmen angeblich fängiger Techniken und Köder wird Dir wenig bringen...jedes Gewässer ist nunmal etwas anders.
Ich kenne Reviere, da fischen Angler, die seit über 20 Jahren mit Gummifischen und Twistern losziehen.

Diese Angler fischen zT. Freitag, Samstag und Sonntag "durch" - kommen so über 30 Std. Angelzeit pro Woche

und fangen :

an einem Angelwochenende 2 Zander von 50 cm :shock:

Was soll das heißen? selbst erfahrene Angler fischen an einem verangelten, unproduktiven Hausgewässer im Vergleich zu den Revieren der prominenten Vertreter der "Szene" auf verlorenem Posten.

Somit Tip 2 : Suche Dir ein gutes Gewässer zum Üben .

An der Oberweser, an der Elbe, am Ebro , am Radutastausee werden nicht umsonst die meisten Bilder geschossen und dann als Prachtfänge veröffentlicht :

an einem schlechten Gewässer kann sich jeder Vollprofi die Arme aus dem Leib werfen und fängt kaum bzw. nichts.

Deswegen werden diese Gewässer auch gemieden !

Du scheinst an einem schwierigen Gewässer Deine ersten Schritte zu machen - tu´ Dir das lieber nicht an oder gehe gezielt mit Spezies aus deiner Region angeln.

Das Problem ist aber, dass je schlechter/schwieriger das Revier - desto begehrter sind die (wenigen) guten Räuber desto weniger Tips bekommt man....

Also : Gewässer wechseln und vllt. mal an die Elbe tigern :D

Und nochwas : Zeit investieren um zu üben - bloses DVD gucken oder Schmöckern reicht nunmal nicht :wink:

Noch weitere Fragen?

Bassking.
An einem guten Gewässer fängt fast Jeder - Ein guter Angler fängt an fast jedem Gewässer.

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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Smile » 02 Aug 2011 08:09

Gummi oder nicht Gummi ist hier die Frage.
Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass ich Gummi auch nicht sonderlich schätze. Das ist bis jetzt einfach nicht mein Ding weil ich mich nicht so richtig in den Köder reinversetzen kann. Ich nehme mir immer wieder mal die Zeit es gezielt mit Gummi zu probieren und habe dieses Jahr auch schon Erfolg damit gehabt aber es ist - bis jetzt - nicht meins.
Wenn ich harte Köder führe habe ich eine Rückinfo was der Köder gerade macht. Das kann ich spüren und entsprechend beieinflussen. Beim Gummiköder geht mir das etwas ab. Vermutlich fehlende Erfahrung oder der Versuch einen Gummiköder wie einen Wobbler, Jerkbait oder Blech zu führen. Kann nicht gehen.
Sonntag hatte ich einen Hecht auf die Krautfreiversion von Angelei wie Kollege Hänel sie auf der letzten DVD gezeigt hat. Da hätte ich aber auch mit nichts anderem angeln können weil selbst der Krautblinker nach 5 - 10 m schon aussah wie eine kleine gut gefüllte Mistgabel. Aber das ist doch schon mal ein Anfang.
Einer meiner liebsten Angelkumpel ist übrigens sehr erfolgreich bekennender Gummispezialist. Was der jedes Jahr aus dem Wasser leiert ist einfach beeindruckend. Also Gummi ist erfolgreich. Da ist aber jeder Haken in Größe und Position Folge einer enormen Erfahrung und intensiver Beobachtung und entsprechender Schlüsse.
Nicht aufgeben, weiterüben und sich entwickeln, systematisch probieren und irgendwann wird es schon klappen.
Wie gesagt: Auch wenn ich es bis jetzt nicht drauf habe investiere ich Zeit und Hirnschmalz in die Sache weil ich felsenfest davon überzeugt bin, dass es sich schließlich auszahlen wird.
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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von silversurfer » 02 Aug 2011 08:50

hallo,

das wichtigste ist hier schon gesagt worden. ich hab fast 10(!) jahre lang immer mal wieder probiert mit gummigetier was zu fangen. und nichts!!!!!!!! tat sich. letztes jahr im mai aufm bodden ist endlich der knoten geplatzt. mein erster "gummihecht" hatte 91 cm. mittlerweile fang ich ganz gut mit gummi - auch zuhause und nicht nur im heiligen norden. :wink:

gruß

stefan

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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Lan » 02 Aug 2011 14:12

ich fange eigtl auch selten was auf gummi, dabei mach ich das schon seit über 10 jahren. auf gummifisch hab ich noch nie was gefangen, aber mit twister in jeglichen größen bekomme ich ab und zu was.
ich angle allerdings auch meist auf hecht und barsch und sehr selten auf zander. versuchs doch mal mit wobblern. die fangen auch sehr gut!

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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Smile » 03 Sep 2011 10:53

Gestern mit einem Freund losgewesen und weil der absoluter Gummifan ist einfach mal den Tag über mit Gummi gefischt. Ein Biss war nicht ans Boot zu bringen - der hat sich wieder losgeschüttelt aber der zweite entpuppte sich als Barsch von 49 cm. Ein Kracher. Also Gummi ist schon brauchbar wie Du siehst. Bleib da am Ball - dann zahlt es sich irgendwann auch für Dich aus.
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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von ManuCu » 13 Feb 2012 03:07

Oh ha, ich seh schon so leicht wird es wohl doch nicht werden wie ich dachte. Dabei schaut das so sass aus... :?

digitus
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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von digitus » 20 Jun 2012 00:29

mir geht es ähnlich, auf Kunstköder habe ich bislang außer in Dänemark noch gar nichts an den Haken bekommen. Sind meine Vereinsgewässer ungeeignet oder mache ich einfach zuviele Fehler?

Habe schon einige Techniken probiert, ob nun Gummifisch am Jighaken, Dropshot mit diversen Gummiwürmern und kleinen DS Schads - da ist mal bislang gar nix passiert. Natürlich auch Spinner, Wobbler und Blinker. Alles Fehlanzeige.

Hänge ich nen Wurm kurz über Grund an der Pose recht nah am Ufer, fange ich schon Barsche aber eher die kleinen. An selber Stelle mit Jig und DS nüx.

Neulich hatte ich einen kleineren Hecht im Drill kurz vor der Landung, da konnte ich einen dicken Barsch sehen, der das alles sehr interessant fand, der wird so bei locker 35 gelegen haben, d.h. an den Stellen, an denen ich geangelt hab, gibts schon Basche, auch größere.

Was mache ich bloß falsch? Gehe immer wieder mit neuer Motivation los aber nach so 1-2 Stunden ohne Kontakt packe ich die Spinnrute wieder ein und häng ne Pose ins Wasser oder versuche es an Grund.

Neben den Vereinsteichen hab ich es auch im Kanal oder in der Leine probiert. Auch dort bislang keinen Kontakt - zumindest nichts gemerkt.

Meine Rute ist eine Sportex Black Stream 2,1m 20g WG mit ner Zauber 3000, 12er Geflecht bei DS mit Flourocarbon 30er beim jiggen eher mit 7x7 Stahl mit 7kg

Wie oft wechselt man die Stelle? Wieviele Würfe mit einem Köder bis man wechselt?

Vielleicht gibts ja jemanden in oder um Hannover, der es erfolgreich einsetzt und mir da mal live nen Tipp geben kann.

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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von e$$oxX » 25 Jun 2012 22:08

Hallo!

Ich finde an deiner Schilderung vor allem einen Fehler: Dass du nach 1-2 Stunden schon aufgibst. Das ist in der Regel viel zu früh. Es gibt natürlich Tage, an denen man gleich auf die ersten Würfe einen Biss bekommt, aber die Regel ist das insbesondere dann nicht, wenn man noch wenig Erfahrung hat.
Inzwischen kenne ich mein Vereinsgewässer so gut, dass ich schon arg am Verzweifeln bin, wenn mal ein Tag ohne Biss vergeht, aber selbst an solchen Tagen nutze ich die gesamte Zeit aus und bleib der Spinnrute treu.

Gerade am Anfang solltest du viel Ausdauer mitbringen, und das Gewässer kennenlernen. Wo sind die vielversprechendsten Stellen? Zu welcher Zeit läufts am besten? Die Frage nach dem "wie oft den Köder wechseln" stelle ich mir auch sehr oft. Meiner Meinung nach sollte man sich eher darauf konzentrieren, die Fische zu lokalisieren und das geht nur, wenn der Köder im Wasser ist. Deswegen vermeide ich häufiges Köderwechseln, weil mir dabei einfach zu viel Zeit draufgeht. Am besten lief es bisher bei mir, wenn ich mit einem Kollegen "Arbeitsteilung" gemacht habe: Einer sucht mit Wobblern oder Blinkern das Mittelwasser ab, während der andere mit Gummifischen den Grund abklopft. Da wo es zuerst Kontakt gibt, wird dann gezielt gefischt. Für den Anfang finde ich übrigens den Effzettblinker eine super Wahl, weil der sich einfach in allen Tiefen fängig anbieten lässt und du damit, auch wenn du alleine bist, schnell verschiedene Tiefen absuchen kannst.
Perfektes Beispiel für meine genannten Punkte: Letzter Samstag. Da war ich mit einem Kumpel ab 6 Uhr morgens am See, er faulenzte mit Gummi am Grund, ich fischte den FZ-Blinker. Als ich den Blinker bis auf ca. 1m über Grund absinken gelassen hatte, stieg der erste Hecht (ca 55 cm) ein. Daraufhin wechselten wir beide auf Gummifisch, die wir allerdings nicht faulenzten sondern in hohen Sprüngen anboten. Bis um 10 Uhr konnten wir insgesamt 4 Hechte fangen und dann zufrieden wieder nach Hause fahren.
An anderen Tagen kriegt man halt mal 6 Stunden keinen Biss, aber gerade an solchen Tagen versuche ich keine Minute früher als nötig die Rute wieder einzupacken - vielleicht steigt ja auf den letzten Wurf doch noch einer ein...

Also, der langen Rede kurzer Sinn: Ausdauernd angeln und die Fische finden ist wichtiger als zwei Dutzend Köder durchzuprobieren.

Gruß,
Simon
.
"Haben Sie die Fische, die Sie hier im Eimer haben, alle allein gefangen?"
- "Nein, ich hatte einen Wurm, der mir dabei half."

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Re: Gummifische, Twister, Blinker - viele Köder, kein Erfolg

Beitrag von Smile » 27 Jun 2012 10:40

gute Antwort Essoxx
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