140er aus der Bigge

Diskussionen mit Biss! Uwe Pinnau vom Deutschen Hechtangler-Club steht Rede und Antwort

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Thomas Kalweit
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140er aus der Bigge

Beitrag von Thomas Kalweit » 31 Mai 2013 13:38

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e$$oxX
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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von e$$oxX » 31 Mai 2013 14:58

Was für ein Riesenteil! Wow!
Am 1. Mai fischte der Angler aus Olpe mit einem sieben Zentimeter langen, gelben Kopyto vom Boot aus auf Barsche
Von wegen "Große Köder - Große Fische" ! Ich muss jetzt auch dringend zum angeln gehn, trotz miesem Wetter - ich war einfach zu lang nicht mehr! Ich glaube ich werde heute mit kleinen Kopytos angeln 8) :mrgreen:
"Haben Sie die Fische, die Sie hier im Eimer haben, alle allein gefangen?"
- "Nein, ich hatte einen Wurm, der mir dabei half."

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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Da Bass » 31 Mai 2013 15:39

Toller Fisch ! und das mit den kleinen Ködern passiert ja öfter ..

in dem Fall wäre mir aber lieber gewesen der Fisch wäre auf den Riesenhightech Köder eines Petrijüngers gegangen der ihn wieder releast hätte .. :?

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Smile
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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Smile » 31 Mai 2013 15:44

Das war auch mein Gedanke. Bei mir wäre er wieder ins Wasser gegangen. Wie kann man nur so ein für die Ökologie des Sees wichtiges Tier mitnehmen? Essen ist bei so einer alten Dame eher nicht mehr angesagt und präparieren ist wohl die schlechtere Lösung. Die dümmsten Bauern . . .
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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Alex Muc » 31 Mai 2013 19:47

Servus,

klasse Fisch und dem Fänger trotzdem ein Petri. Bei mir wäre der Fisch auch zurückgegangen und das aus Respekt vor so einem Ausnahmetier. Ein dermaßen großer Fisch hat es meiner Meinung nach verdient einen natürlichen Tod zu sterben.

Sehr oft hätte sie nicht mehr abgelaicht, insofern ist es mir "lieber" wenn ein 1,40 m-Hecht entnommen wird, als ein 1,10 m- oder 1,20 m-Hecht.

Gruß,
Alex.

P. S.: Ich hoffe der Glückliche lässt sie präparieren und sieht dann irgendwann, dass der Staubfänger alles andere als natürlich ausschaut.

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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von kati48268 » 31 Mai 2013 20:57

Ach Männers,
mich nervt, dass jede Fangmeldung in Foren mittlerweile eine C&R-Diskussion auslöst.

Wie weit das geht, musste ein Bekannter von mir erleben, der auch einen sehr großen Hecht zum Präperator brachte; fast 2 Wochen lang gab es am Telefon nicht nur Beschimpfungen, sondern sogar Bedrohungen. Das ist Fanatismus.
Ob das auch geschehen wäre, wenn er besoffen ein Kind angefahren hätte?

Wer sich ernsthaft 'pro C&R' engagieren möchte, sollte bei der Politik unserer Verbände ansetzen, die die irren Gesetz-Auslegungen bezgl.'wichtiger Grund lt. TSG ist die Pfanne, und zwar ausschließlich die Pfanne' nicht nur akzeptieren, sondern mit initiiert haben und sich auch heute noch voll & ganz für das völlig undifferenzierte Abmurksen aussprechen (s. aktuell Interview neue Präsidentin R&R). Aber das ist ja Verbandspolitik & interessiert keine Sau.

Musste ich grad mal loswerden. Und bevor nun ein Shtstorm entbrennt: ich release jeden Hecht, es sei denn, er ist nicht überlebensfähig. Gerade deswegen nervt mich die Diskussion, weil sie an falscher Stelle ansetzt. Ein Umdenken des einzelnen Anglers wird es erst geben, wenn im ganzen Land als wichtiger Grund lt. TSG 'das Angeln selbst' akzeptiert wird. Selbst damit wären wir noch meilenweit von unseren Nachbarn entfernt.

PS: ein toller Fisch & Fang.

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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Glenden97 » 31 Mai 2013 21:45

Wow!
Hab letzte Woche noch nen Meterfisch keschern dürfen und der war schon riesig. Gar nicht auszudenken wie son 140er in live aussieht :shock:
@Kati
Good Posting!

Petri
Frank
Der frühe Vogel fängt den Wurm!!!

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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Lahnfischer » 01 Jun 2013 14:27

Geiler Fisch, Glückwunsch dem Fänger... :D
Gruß Thomas

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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Steinbuttt » 01 Jun 2013 18:18

Dickes Petri Heil und Gratulation an den Fänger zum Taumfisch & Ausnahmefang! :D

Gruß Heiko

PS: Auch ich hätte diesen Fisch auf jedenfall zurückgesetzt!

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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von andreas b. » 01 Jun 2013 20:20

Ich hab jetzt lange überlegt ob ich mich auch dazu äußere, auch ich hätte diesen Hecht zurückgesetzt. Wie jeden Hecht ab einer bestimmten Größe, zum Wohle seiner Art, außer es sprechen bestimmte hegerische Gründe dagegen.

Abgesehen davon, Glückwunsch dem Fänger! Und der Hechtkadaver wird wohl den Verkaufsraum bei Angelsport Stracke in Olpe zieren.
Viele Grüße aus'm Osten
Andreas
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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Smile » 03 Jun 2013 08:06

die meisten haben sich zurückhaltend zu dem Thema geäußert und steter Tropfen höhlt den Stein. Einfach immer wieder das Nachdenken anregen sorgt für einen gewissen Wechsel im Verhalten wodurch dann sichergestellt ist, dass so ein Fisch nicht in 60 % der Fälle entnommen sondern in 80% releast wird. Das macht für Gewässer viel Sinn.
Es gibt diese Teiche wo rein und raus angesagt ist - na fein - aber es gibt Gewässer die einen tragfähigen sich selbst repoduzierenden angepassten Bestand erhalten können. Und da ist die Entnahme eines solchen Fisches ein Nackenschlag. Ich würde dem Fänger ja gerne gratulieren aber mir bleibt bei dem Garagenfoto das Petri im Hals stecken.
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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Uwe Pinnau » 03 Jun 2013 14:49

Das "pike culling" an den großen irischen Seen sollte doch schon als Beispiel reichen. Da meinte man auch die Forellen in einem Anflug von Hybris gepaart mit Darwinismus weit über dem Hecht ansiedeln zu müssen. Das führte zur massiven Entnahme wertvoller Großhechte und Heerscharen von halbstarken Exemplaren, die viel mehr Truttenbiomasse verarbeiteten, als je zuvor.
Jetzt ging man her und entnahm eher kleinere Hechte, das führte zu einem Futtermangel für die Jungforellen wegen der stärker aufkommenden Barsche und Rotaugen etc. und schon wieder war die Forelle trotz des gut gemeinten Eingreifens die Dumme.
Einfach mal die sch..... Finger davon lassen, oder meinen die ernsthaft ohne die Menschheit gäbe es keine guten Gewässer!
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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von kati48268 » 03 Jun 2013 16:32

Smile hat geschrieben:...steter Tropfen höhlt den Stein. Einfach immer wieder das Nachdenken anregen sorgt für einen gewissen Wechsel im Verhalten...
Völlige Akzeptanz :wink:
Mir fehlt bloß in Forendiskussionen der weiterführende Gedanke zu diesem Thema, dass die Gesetzeslage vollkommen Bestands- & Anglerfeindlich ist und es dazu Mit-Verursacher gibt, die eigentlich für eine Verbesserung der Situation einstehen sollten, aber das genaue Gegenteil tun.
Smile hat geschrieben:... aber mir bleibt bei dem Garagenfoto das Petri im Hals stecken.
Völlig verständlich :roll:

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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Smile » 03 Jun 2013 16:57

Was die Größenpyramide in einem Gewässer anlangt, gibt es einmal die Küchenlateinversionen und dann eben konkrete Untersuchungen wo wissenschaftlich Bestände gezielt durch menschliche Eingriffe manipuliert worden sind. Da ist das selektive Entnehmen (in Maßen!!!) von Hechten im Küchenfenster zwischen 65 und 85 cm das was am ehesten tolerabel ist.
Gerade Großfische - egal ob Hechte oder z.B. Barsche - nehmen eine wichtige Rolle wahr. Mal ganz davon ab, dass die genetische Ausstattung offensichtlich in das betreffende Gewässer passt.
Außerdem ist nachgewiesen, dass Hechte mit steigendem Alter bessere Eier produzieren und je schwerer sie sind auch noch mehr (40.000 Eier pro Kilo und Jahr).
Eine 20 kg Dame ist also mit 800.000 Eiern am Start. Oder eben nicht mehr.
Deswegen sind die großen Fische im Wasser besser aufgehoben. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
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Re: 140er aus der Bigge

Beitrag von Uwe Pinnau » 04 Jun 2013 00:34

Da gibt es halt keine Zander und die Fischereibehörden sind angehalten, die Seen als Salmonidengewässer zu behandeln.
Der Hauptunterschied ist ja hier auch nicht unbedingt die Problematik des Hechtes als Topprädator sondern als Hauptträger einer Fischkrankheit, also kaum vergleichbare Umstände.
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