Moin aus Hamburg

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Moderator: Thomas Kalweit

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Muchel
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Moin aus Hamburg

Beitrag von Muchel » 26 Okt 2021 08:05

Moin liebe Angelfreunde,

auch ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Jörg und ich habe mit 10 Jahren die Leidenschaft für unser gemeinsames Hobby entdeckt. Angefangen hat es als "Schwarzangler" im heimischen Fluss. :( Ich hatte in dem Alter doch noch keine Ahnung davon, dass ein Fischereischein gemacht werden muss und Gewässer gepachtet werden müssen.

Im Keller meines Opas lag eine billige einfache Angelrute mit Rolle, Schnur und Haken, die habe ich mir kurz gemopst, im Komposthaufen ein paar Würmer ausgebuddelt und los ging es an den kleinen Fluss. Ich hatte es wahrlich geschafft, zwei Forellen zu fangen, als mich ein netter sportlich aussehender Mann ansprach. Er lobte mich für den Fang und erklärte mir die Rechtslage in Deutschland und teilte mir mit, dass er der Pächter dieses Flussabschnitts sei und die Forellen damit seine wären. Mir schlotterten die Knie. Dachte ich doch schon daran, was passieren würde, sollte er Anzeige erstatten und die Polizei mich nach Hause bringen. Aber nichts da, der Pächter - er war der Hals-, Nasen-, Ohrenarzt in unserem Heimatort - bestellte mich im Tag darauf in seine Praxis. Hier erklärte er mir was ich machen müsste, um einen Jugendfischereischein am Rathaus zu bekommen. Wenige Tage später hatte ich ihn und der Arzt stellte für mich den Kontakt zu einer Angelgruppe her, die einen größeren Teich gepachtet hatten.

Hier angelte ich unter Aufsicht diverser "Bundesfischereischeininhaber" bis ich 14 Jahre alt war und stolz nach fehlerfreier Prüfung meinen eigenen "Bundesfischereischein" in den Händen hielt.

Mit 18 Jahren erschlaffte die Angelei da ich mich für Laufen von Marathon und Ultramarathon entschieden hatte. Die Freizeit ging verloren für das Training.

Vor ein paar Monaten bekamen meine Partnerin (zukünftige Ehefrau - mit fast 56 Jahren meine erste Hochzeit :D) und ich das Angebot, das Häuschen der Oma an der Ostsee zu kaufen. Der Preis war lachhaft und darum wurde nicht lange überlegt. Wie der Zufall es so will, fließt 300 Meter vor dem Haus ein fischreicher Graben in Richtung Ostsee und der Nachbar ist Gewässerwart vom Angelverein. Ich ging einen Tag mit auf den Karpfenansitz ( als Zuschauer) und durfte einen 24 Pfund Karpfen keschern. Die Leidenschaft kam zurück.

Da ich die Lauferei mit 50 Jahren langsam heruntergefahren hatte und seit zwei Jahren nicht mehr laufe, ist ja wieder Freizeit vorhanden. Also ab zu Mama in die Heimat um den Angelschein zu holen. Zwei Tage gesucht, Angelschein und Prüfungzeugnis nicht gefunden. Was nun ?

Im Internet stieß ich auf Berichte die alle die gleiche Aussage beinhalteten: sind beide Formulare weg, musst du den Fischereischein neu machen.

Das konnte doch nicht sein. Nach zwei Tagen stieß ich in einem Forum auf die Aussage eines Anglers, der einem anderen Angler mit dem gleichen Problem mitteilte, dass die Untere Fischereibehörde Prüfungsergebnisse 50 Jahre aufbewahren muss.

Sofort rief ich bei der damals zuständigen Unteren Fischereibehörde an und der nette Herr am Telefon fragte mich ob ich mich erinnern könnte, in welchem Jahr ich die Prüfung gemacht hätte. Klar konnte ich die Auskunft geben und prompt kam die Antwort, er hätte mich gefunden und würde mir ein neues Prüfungszeugnis ausstellen und dieses am selben Tag noch abschicken. Einen Tag später lag es im Postkasten und am Tag darauf fuhr ich um 7.30 Uhr zum Amt und hatte um 7.40 Uhr einen nagelneuen Fischereischein.

Jetzt bin ich an der Ostsee im Angelverein, werde aber auch versuchen in Hamburg an der Elbe einen Jahresschein zu bekommen.

Soviel zu meiner Geschichte und ich freue mich jetzt Teil dieses Forums zu sein.

Petri Heil aus Hamburg (Harburg-Rönneburg)

Jörg :)

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