Geplante Neufassung des Waffenrecht

Was geschieht gerade wo, wie und warum?

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greif
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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von greif » 29 Feb 2008 17:22

@ mzg
Es gibt unterschiedliche Auslegungen/Interpretationen von Demokratie. Nach meinem Verständnis heißt Demokratie nicht, dass Alles erlaubt ist!
Wir Alle haben dafür gesorgt, dass die jetzige Regierung gewählt wurde und Gesetze erlassen hat.

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Katteker
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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von Katteker » 29 Feb 2008 18:32

Moin.
Barta0815 hat geschrieben: kinder MÜSSEN(besser gesagt, sollten) nicht mit spielzeugwaffen spielen! sie ziehlen auf einander und stellen sich vor, sie würden wirklich schießen! DARÜBER sollte man mal nachdenken!!! dann hat sich das mit spielzeug/dekowaffen eh sofort erledigt! wir erziehen unsere kinder ja quasi zu kleinen gangstern!
Wollte mich hier eigentlich raus halten, aber jetzt muss ich doch mal kurz nachhaken.

Du hast früher nicht Cowboy gespielt? Wenn ich mich an meine Kindheit erinner, dann kann ich mich an ziehmlich viel Cowboy und Indianer mit ziehmlich vielen "Colts" erinnern. Und auch an ziehmlich viel Geschieße und an sehr viele Platzpatronen.

Trotzdem würde mir NIE IM LEBEN in den Sinn kommen, jemandem mit sowas vor der Nase rumzufuchteln.
Das würde m.M.n. auch keinem einzigen vernünftig erzogenen Kind in den Sinn kommen, egal mit wie vielen Spielzeugwaffen auch immer es in seiner Kindheit gespielt hat.
Da muss noch sehr sehr viel mehr schieflaufen.
Barta0815 hat geschrieben:jetzt hab ich mich bestimmt wieder als arschloch der nation hingestellt, aber das stört mich wenig
Hast du? Hat man nicht viel von gemerkt. [/quote]

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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von Barta0815 » 29 Feb 2008 19:04

da hast du vollkommen recht katteker!!! nur haben sich die zeiten offensichtlich drastisch geändert :cry: das kann wohl keiner abstreiten...
respekt und höflichkeit fehlt der heutigen jugend doch fast gänzlich :evil:
klar, gekloppt haben wir uns alle mal in unserer jugend... jedoch sind heute immer gleich waffen mit im spiel. es ist erschreckend, wieviele jugendliche unter 16 schon extreem gewaltbereit sind! sicherlich spielt der soziale hintergrund eine große rolle, jedoch kann vater staat doch schon im vorfeld eindämmen, was mal zu ärger führen könnte( z.b. durch waffengesetzverschärfungen).

ich wollte damit nicht sagen, dass jeder der mal "cowboy&indianer" gespielt hat, gleich kriminell wird... doch leider gehen heutzutage die tendenzen genau in diese richtung :?

mit der erziehung hast du sicherlich recht!!! wir müssen weg von antiauthoritärer erziehung!!! ein PAAR "watschen" haben noch keinem geschadet!


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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von Optimist » 01 Mär 2008 10:51

:lol: :lol: :lol:
wir müssen weg von antiauthoritärer erziehung!!! ein PAAR "watschen" haben noch keinem geschadet!
Das ist körperliche Gewaltanwendung: vom Gesetzgeber her verboten. :cry:

Niederbayer

Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von Niederbayer » 01 Mär 2008 11:10

Jetzt kommen wir zwar ein bißchen vom Thema weg, aber das mit den "Watschen" ist nicht unwahr...
Die sind nur so in Verruf geraten, weil manche coolen Väter einfach zugedroschen haben, bis es Verletzungen gab...
Und schon ist wieder ein Punkt da, wo sich ein Politiker usw. profilieren kann (Presse, neues Gesetz, allg. Medien - in meinen Augen viel Geltungsbedürfnis)...
Das Kind soll und MUSS merken, dass es auch mal bestraft wird und wenn es nur durch einen stärkeren Klapps auf den Po ist... und eine wohldosierte Watsche hat wirklich keinem von uns geschadet... ich weiß wovon ich rede :lol:
Natürlich kann ich daraus wieder eine heiße Diskussion machen mit Gewalt gegen Kinder und Gewalt im Allgemeinen... aber seid mal ehrlich: die die über 30 und 40 Jahre alt sind, haben fast alle noch kräftig was abbekommen (teilweise noch mit dem Stock, was nicht ok war) - Und? Hat irgendeiner bleibende Schäden? Eher nicht - eher mehr Verständnis für Recht und Ordnung?

Jetzt kann man weiter diskutieren, aber meine Meinung ist, dass der Thread schon zu lange ist und sich totdiskutiert, so wie in der Politik gemacht wird und zu keinem Ergebnis führt :(

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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von hodi » 01 Mär 2008 15:02

@mzg

Mittlerweile wurde die Munition bei uns ausgestausch. Die neue Munition hat eine sehr gute Mannstoppwirkung und tritt nicht mehr aus dem Körper aus.
Du siehst, auch wenns manchmal länger dauert, manchmal tut sich doch was hin zum Besseren.
Ich habe aber mal eine Frage an dich. Engt dich die Neuregelung des Waffengesetzes so sehr ein, weil du dich so vehement für die Ascheinwaffen und Rießenmessern einsetzt?
Zum Angeln kannst du doch weiterhin ein größeres Messser mitnehmen, da ja hier ein berechtigtes Interesse besteht. Außerdem, wenns in der Angelkiste liegt, dann führst du es ja auch nicht.

joscha

Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von joscha » 01 Mär 2008 15:19

@Katteker

Klar, mit irgendwelchen Spielzeugcolts ist das jetzt nicht so schlimm, aber ich hab vor 4-5 Jahren (4-5 Klasse) mich auch gerne mit meinen Kumpels im Wald getroffen, und wir haben sicherlich nicht mit Platzpatrönchen geschossen, nein - Softair heißt hier das Zauberwort.

Und es gibt eben viele Leute, die das nicht nur als Grundschulkinder gemacht haben... :(

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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von Katteker » 02 Mär 2008 11:45

joscha hat geschrieben: aber ich hab vor 4-5 Jahren (4-5 Klasse) mich auch gerne mit meinen Kumpels im Wald getroffen, und wir haben sicherlich nicht mit Platzpatrönchen geschossen, nein - Softair heißt hier das Zauberwort.
Das sind doch die Dinger mit den kleinen Plastikkugeln, oder?

Mein Kumpel hatte früher auch so eine. Klasse Teil, konnte man ganz wunderbar mit auf selbst gebastelte Zielscheiben usw. ballern.
Aber wir haben damit eben nicht überall rumgefuchtelt. Wie ich bereits sagte, da muss vorher noch viel mehr schief gehen.

Ich glaube, dass die Verschärfung der Gesetze überhaupt nichts bringt! Zum einen gibt es noch gewaltige "Altbestände" bei Leuten zu Hause. Wer bisher nicht mit sonem Ding durch die Gegend gerannt ist, der wird das in Zukunft auch nicht tun. Und wer tatsächlich immer so ein Ding dabei hat, den wird es eben auch nicht sonderlich stören, wenn es jetzt verboten ist. Kann mir nicht vorstellen, dass jetzt jeder böse schauende Jugendliche auf echt aussehende Spielzeugwaffen kontrolliert wird. Und in dem Moment wo jemand in Gegenwart der Polizei solch ein Teil rausholt, hat nur eine Person mein Mitleid, nämlich der Polizist der entscheiden muss, ob das Teil echt ist oder nicht!

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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von mzg » 03 Mär 2008 21:37

hodi hat geschrieben:@mzg

Mittlerweile wurde die Munition bei uns ausgestausch. Die neue Munition hat eine sehr gute Mannstoppwirkung und tritt nicht mehr aus dem Körper aus.
Du siehst, auch wenns manchmal länger dauert, manchmal tut sich doch was hin zum Besseren.
Ich habe aber mal eine Frage an dich. Engt dich die Neuregelung des Waffengesetzes so sehr ein, weil du dich so vehement für die Ascheinwaffen und Rießenmessern einsetzt?
Zum Angeln kannst du doch weiterhin ein größeres Messser mitnehmen, da ja hier ein berechtigtes Interesse besteht. Außerdem, wenns in der Angelkiste liegt, dann führst du es ja auch nicht.
Sorry,war ein paar Tage nicht im Forum:
Was macht ihr jetzt, wenn ihr mal duch eine Autotür oder ein Mäuerchen schießen müsst? (Ich hoffe immer noch, dass man den Beamten beides in die Hand gibt. Und es freut mich sehr zu hören, dass ich was getan hat.)

Was Softair betifft: Sowas habe ich noch nie besessen. Wenn ich genau überlege, kenne ich zwei Leute die meines Wissens Softair-Waffen haben und als Jugendliche damit Zielscheiben im Haus oder Garten lochten.

Feststehende Messer über 12 cm habe ich mehrere. Das Filiermesser schleppe ich aber schon lange nicht mehr ans Wasser. Viel zu unpraktisch. Und wer schneidet schon vor Ort Filets?
Die anderen werden im Haushalt, zum Schlachten oder für die Arbeit auf dem Hof, im Wald etc. gebraucht. Ansonsten trage ich, wenn überhaupt, höchstens mal ein kürzeres Taschenmesser mit mir rum.

Aber wie gesagt: Freiheit ist die Freiheit der anderen! Das ist es, was in die Köpfe muss. "Brauch ich ja nicht." ist ein beliebiges Todschlagargument. Damit kann man alles platt machen.
Die Frage ist nach wie vor: Bringt es wirklich mehr Sicherheit? Das und nichts anderes darf der Grund für solche Verbote sein.
Ich habe bisher 3 Fälle gefunden, wo es Todesschüsse durch die Polizei wegen Anscheinswaffen gab.
Der erste war der von dir oben angeführte. Hätte da ein Verbot des Führens wirklich etwas gebracht? Der junge Mann hätte sich wohl kaum daran gehalten / halten können.
Im zweiten Fall hat ein Dankstellenräuber die Polizisten mit dem Ding bedroht. (Sehr schlau...)
Im dritten Fall hat wohl ein Besoffener zum Spaß auf einer Faschingsparty mit einem Softair-Sturmgewehr 2 Beamte bedroht. Genaueres konnte ich leider nicht rausfinden.
In Deutschland sollen einige Millionen Anscheinswaffen im Umlauf sein. Wenn damit nicht mehr passiert, ist das Gesetz doch völlig für die Katz. Ich bleibe dabei. Dieses Gesetz ist und bleibt ein wirkungsloses Placebo und damit Grundgesetzwidrig.
(Übrigens: Bei uns in der Kreisstadt hat ein Teilzeit-Streetworker in ein paar Wochen das geschafft, wozu die Polizei mit allen Verboten und Platzverweisen in einigen Jahren nicht in der Lage war. Sachbeschädigung, Angriffe, Lärmbelästigung etc. durch Jugendliche sind stark zurückgegangen.)

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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von hodi » 05 Mär 2008 15:10

Also das Schießen durch Mauern belassen wir mal lieber im Bereich Film und Fernsehen.
Das freut mich, wenn bei euch durch die Arbeit von Streetworkern die "Randale" zurückgegangen ist.
Ein Streetworker kann ganz anders mit Jugendlichen arbeiten, als ein Polizist.
Wenn ein Uniformierter bei einer Gruppe Jugendlicher auftaucht, dann ist ohne auch nur ein Wort zu sagen schon eine negative Stimmung und Abneigung da.
Keiner will sich vor seinen Kumpels von einem Bullen etwas sagen lassen.
Aber genau deßhalb werden ja Streetworker eingesetzt. Die haben bei den Jugendlichen mehr Akzeptanz.

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Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von mzg » 05 Mär 2008 15:42

OK, die Diskussion triftet echt ab.
Das -chen hinter der Mauer stand nicht umsonst. Ich dachte z.B. an ein Szenario, wenn der böse Bube in seiner Wohnung neben der offenen Zimmertür steht und nur die Waffe ums Eck hält.
Ein paar cm Putz und Hohlsteine / Bims / Rigips sind nur wirklich kein Thema, wenn sich das Geschoss nicht zerlegt.
Aber wer weiß dann schon, ob dahinter nicht das Baby in der Wiege liegt...
Für eine Autotür reicht sogar eine .22er lfb mit Bleigeschoss, wenn man nicht gerade einen Elektromtor oder sonst was trifft.
Zu sehr habe ich das Thema aber noch nicht vertieft. Der Profi bist du.
Und bei einer soliden Feldsteinmauer sieht die Sache natürlich anders aus.
Bei Filmen wundert mich aber eher, was alles Kugelsicher ist. Autotüren und Tischplatten sind da noch die harmlosesten Beispiele. :D

G**********

Re: Geplante Neufassung des Waffenrecht

Beitrag von G********** » 05 Mär 2008 18:54

@ mzg,

dies mit den Autotüren - jedenfalls in den US Filmen - hat schon eine gewisse Richtigkeit, solange mit Pistole oder Revolver geschossen wird.
Hängt doch zum großen Teil vom Geschoßaufbau, Stahl, Bleiummantelung mit Stahlkern usw. ab. Die für Mannstoppaktionen nicht geeignet sind.
Diese Munition gab es aber bis vor 2-3 Jahren noch in einigen Bundesländern.

In den USA werden in der Regel Weichkerngeschosse verwendet, diese verformen sich sofort und geben ihre Energie in die Breite ab. Ein Durchschlagen eines mittleren US-Wagens (Tür) ist fast nicht möglich.
Hier eben das Gegenteil, enorme Mannstoppwirkung.

Bei der Schutzsuche zur Deckung am Auto, gibt es nur 2 sichere Alternativen:
-) Motorblock
-) Radachse in Längsrichtung

Der beste Schutz vor Beschuß ist aber die alte Regentonne! Muß natürlich Wasser drin sein, sonst ist es gaaanz, gaaanz schlecht!!

Gruß und Petri Heil
Peter

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