Englische Aufseher im Einsatz

Was geschieht gerade wo, wie und warum?

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Thomas Kalweit
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Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Thomas Kalweit » 23 Apr 2007 16:14

In England treten Fischereiaufseher mit kugelsicheren Westen auf, da werden aus dem Gebüsch Videoaufnahmen zur Beweissicherung gemacht, alle sind vernetzt per Handy mit einer zentralen Datenbank. Die Einsatzteams nennen sich "High Impact Fisheries Enforcement Officers"...

Wenn ich bei uns an die Kontrolleure denke... Ich bin selber Fischereiaufseher..., wenn man die Polizei um Hilfestellung bittet, dann legen die auf :roll: .
Zuletzt geändert von Thomas Kalweit am 23 Apr 2007 16:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Blauhai
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Blauhai » 23 Apr 2007 16:38

Ja soweit bei uns überhaupt kontrolliert wird :evil:
Finde in unseren Verein dürften die da mal öfter ans Wasser gehen. :shock:
www.donaupirsch.de.tl

http://www.youtube.com/watch?v=tycQCRqcYg4&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=HmAKaOC3Cbo

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Thomas Kalweit
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Thomas Kalweit » 23 Apr 2007 16:43

Ich würde Kontrollen von staatlicher Seite auch wichtig finden, in England macht das die Umweltschutzbehörde. Bei uns in der Regel die Pächter (sprich Angelverein) selbst.
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Torsten Rühl
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Torsten Rühl » 23 Apr 2007 17:39

Ich bin selber F.Aufseher. Ich frü mein Teil kann sagen das bei uns im Kreis Wesel regelmäßig kontroliiert wird.
Auch die Begungnung mit den sonst von einigen unangenehmen Osteuropäer ist bei uns ganz einfach. Man kennt sich mittlerweile. Man hat seine Pappenheime die immer Schwarzfischen gehen. Die werden jedesmal aufgeschrieben.
Dann ist aber der Staat gefragt. Die Strafen sind viel zu lasch.
Ich würde den den Führerschein erst mal entziehen. Das tut doch mehr weh als 250 Euro Strafe bedenkt man wieviel die für ihr Angelzeug ausgeben.
Wenn man bei uns die Polizei anruft kommen die auch schnell. Genauso ist es mit der Wasserschutzpolizei. Ich hab die Handynummer vom Boot. Dort hab ich den direkten kontakt zur Behörde. Die spassen mit Schwarzangleern ganz und gar nicht.
Es wäre aber besser wenn vomn Staatlicher Seite auch kontrolliert wird.
So wie ich es aus dem Raum Duisburg gehört habe sollte man dort aber auch mit Schusswafffen auflaufen sonst droht einem Körperverletzungen. Eine Nahkampfausbildung wäre auch nicht schlecht.
Fliegenfischen am Niederrhein
Unglaublich aber es geht wirklich.

hodi
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von hodi » 23 Apr 2007 19:19

Bei uns am Main wurde ich in nunmehr 10 Angeljaheren seit meiner Fischereiprüfung ganze drei mal kontrolliert. Die Wasserschutzpolizei ist unzählige Male an mir vorbeigefahren, ohne dass ich in ihr Visier geraten bin.

Ich hätte nichts gegen häufigere Kontrollen, da die ja eh in wenigen Sekunden vorüber ist. Ein kleines Pläuschchen war auch immer drin.

Mit den Kontrollen von staatlicher Seite her ist es an Vereinsgewässern nicht so einfach. Das Grundstück um den See ist meistens Privatgrundstück und das darf auch ein Amtsträger nicht einfach so betreten. Also bleibt nur der Vereinsinterne Aufseher.
Ich kann mir schwer vorstellen, dass bei einem Anruf bei der Polizei bezüglich Schwarzangler einfach Aufgelegt wird.

G**********

Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von G********** » 23 Apr 2007 19:21

Na, da bin ich ja verwundert!
Da spricht sich doch tatsächlich einer für staatliche Kontrollen aus.
Seit ich im Forum bin, habe ich so etwas noch nicht erlebt. Hut ab!

Thomas, kannst mir ja mal die Dienststelle per "PM" senden, die eine Unterstützung ablehnt, wenn Du um Hilfe bittest.

Gruß und Petri Heil
Peter

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Chinook
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Chinook » 23 Apr 2007 19:53

Da spricht sich doch tatsächlich einer für staatliche Kontrollen aus.
Der Unterschied ist recht einfach erklärt. Die Kontrolleure gehen nicht durchs Wohnzimmer und vemuten Wilderei blos weil eine Angelrute als Deko über der Tür hängt :wink:

C.

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Thomas Kalweit
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Thomas Kalweit » 24 Apr 2007 08:46

Die Polizei in unserer Gemeinde kann leider nicht anders, da sind irgendwie nur zwei Polizisten eine gewisse Zeit pro Woche für das Gemeindegebiet zuständig. Ein Beamter für 10.000 Einwohner. Die Polizeiwache wurde dicht gemacht, jetzt gibt es diesen Bezirksdienst.

Die Fischereiaufseher in meinem Verein haben schon einige Anzeigen gemacht, nie wurde dem wirklich nachgegangen. Geht wahrscheinlich auch nicht.

In England ist man da rigoroser: Wer schwarzangelt bekommt hohe Strafen bis 2.500 Pfund und Wiederholungstäter sogar Hausarrest mit elektronische Fußfessel. Bei uns gibt es da ein kleines Ordnungsgeld, wenn überhaupt.

Ich hatte kürzlich einen notorischen Schwarzangler im Angellehrgang. Der junge Mann war bereits zum 10ten Mal wegen Forellenwilderei an der Ahr verurteilt. Die Höchststrafe im letzten Prozess: Er müsse jetzt per richterlicher Anordnung die Prüfung machen :roll: .
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von G********** » 24 Apr 2007 13:12

@ Thomas,
Deine Erklärung macht nun jedenfalls etwas Sinn. Beim Start sah es so aus, als ob Du ein gestörtes Verhältnis zur Pol. hast.
Nun gut, daß die Polizei aber einfach den Hörer auflegt, kann ich mir nicht vorstellen - es sei denn, die Stimme des Anrufers läßt auf einen gewissen Alk - Konsum schließen - was bei Dir natürlich nicht der Fall sein wird.
Aber mal ein kleiner Tipp, rufe doch nicht die örtliche Dienststelle an sondern benutze 110! Dann landest Du in der Regel beim Revier oder Abschnitt - wie immer ihr dies in NRW auch bezeichnet - von dort geht der Auftrag dann an die entsprechenden Streifen.

Gruß und Petri Heil
Peter

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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Thomas Kalweit » 24 Apr 2007 13:35

Im Hochsommer kommen an unseren Gewässern an einem Wochende sicher 20 potentielle Delikte vor (zig Wildbader, Wildcamper, Schwarzangler, hunderte Falschparker, unerlaubtes Feuermachen, Ruhestörung, unerlaubtes Befahren der Uferwege, unerlaubte FKKler...).

Fischereiaufseher haben daraufhin mehrmals und regelmäßig die Polizei angerufen, mit dem Kommentar: Das ist Privatgelände, dafür sind wir nicht zuständig. Die Stadt organisiert jetzt einen Ordnungsdienst von einer privaten Wachgesellschaft, um der Sache halbwegs Herr zu werden. Fischereiaufseher dürfen sich ja um Belange außerhalb der Fischerei nicht kümmern, zumindest nicht mehr als jeder Normalbürger.
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Optimist
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Optimist » 24 Apr 2007 14:57

Es liegt nicht nur an der Polizei.
In unserem Verein hatten wir im letzten Jahr zwei Anzeigen erstattet und alle beide wurden von der Staatsanwaltschaft Köln wegen "Geringfügigkeit" eingestellt.
Da fragt man sich doch, wofür die ganzen Gesetze und Strafandrohungen.
Bei Falschparkern gehen die Ämter bis hin zum Gerichtsvollzieher.

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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Uwe Pinnau » 24 Apr 2007 17:52

Hallo Thomas,

wären wir jetzt in Amerika, würde ich Dir empfehlen es bei der Suche nach dem Trachtenverein mal im nächsten Donut-Laden zu versuchen :roll:
www.deutscherhechtangler-club.de
"Never argue with an idiot. They drag you down to their level and beat you with experience"



[img]http://www.deutscherhechtangler-club.de/Bilder-Rodd/nov6.jpg[/img]

G**********

Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von G********** » 24 Apr 2007 18:26

@ Uwe,

ich bitte doch sehr! Nicht auf das Niveau eines frustrierten BWL Studenten absinken.

Gruß und Petri Heil
Peter.

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Uwe Pinnau
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Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Uwe Pinnau » 24 Apr 2007 18:29

BWL liegt mir fern, wenn die frustriert sind fahren sie nach Sylt. Das US-Donutklischee ist aber schon witzig, besonders wenn man mal hinfährt und es dann tatsächlich so ist.
Hat aber auch sein Gutes, bei der Ladenüberfallrate.
www.deutscherhechtangler-club.de
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[img]http://www.deutscherhechtangler-club.de/Bilder-Rodd/nov6.jpg[/img]

Eisangler

Re: Englische Aufseher im Einsatz

Beitrag von Eisangler » 24 Apr 2007 20:29

Ich war selbst für fast ein Jahr dort ( BW-Tours), in El Paso, TX.
Teilweise stimmt das mit den Donuts und den Cops, teils aber auch nicht.

Ich habe in der Texas-Zeit jemanden der US Arme kennengelernt, der nun seit
15 Jahren Cop in Bethlehem, Pennsylvania ist.
Das ist ja ne Ewigkeit von Texas entfernt, komplett andere Gegend, anderer Menschenschlag, höhere Bevölkerungsdichte (die Stadt liegt im Dreieck New York, Philadelphia, Washington)
Als ich ihn dort 1998 besuchte, hat er für mich eine Führung im dortigen Police-Dept. angeleiert...
Beeindruckend und ganz anders als in Deutschen Amtsstuben, was sich da abspielt. Alleine die "Wall of fame", wo massig Bilder von Cops hingen , die in diesem kleinen Städtchen im Dienst umgekommen sind, war schon gruselig...
Erst vor einigen Monaten hat Craig (so heißt mein Kumpel), im Dienst einen
durchgeknallten 22 jährigen mit seinen Kollegen erschiessen müssen, der wild herumgeballert hat und kurz zuvor jemanden erschossen hat...
Da ich selbst schon dort in dem wirklich kleinen Städtchen war, war ich natürlich erstmal baff...
In den letzten Wochen dann das ganze Programm mit Psychologen, etc...
Die Familie (Frau, 3Kinder) sind mit den Nerven am Ende...
Unsere Jungs sollen froh sein, wenn sie sich hier noch mit Vergehen am Angelsee rumschlagen dürfen, solche Verhältnisse hier zu haben, wünsche ich keinem von denen, obwohl wir ja so weit auch nicht mehr davon entfernt sind... :roll:
Gruß
OLE

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