Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Was geschieht gerade wo, wie und warum?

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fischera
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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 23 Sep 2022 09:05

Einen guten Tag wünsche ich, ein Tag der viel in sich hat.

Der 23. September ist der 266. Tag des gregorianischen Kalenders (der 267. in Schaltjahren), somit bleiben 99 Tage bis zum Jahresende.

Der 23. September ist neben dem 22. und dem 24. September ein möglicher Tag für den Beginn des astronomischen Herbstes und des Herbstäquinoktiums (Tagundnachtgleiche).

der elfte globalen Klimastreik

Earth Night zum dritten Mal

Und einige Fische erleben ihren Ersten, hoffentlich sehr guten Tag, in einer neuen Umgebung,
2 Tage vor Neumond. (*)

"Förderung des Aalbestandes
Brandenburger Fischer setzen mehr als 400.000 Jungaale aus
22.09.22

400 Kilo Jungaale in die Oder entlassen

Auch in die Oder wurden am Donnerstag Aale entlassen. Das macht laut Dettmann auch Sinn, da seit dem großen Fischsterben genug Zeit ins Land gegangen ist.
"Wir wissen seit dem 19. August -
seit den ersten Probeuntersuchungen des Instituts für Binnenfischerei Potsdam, dass es in der Oder noch reichlich Fisch gibt", so Dettmann. "
Aus:
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2 ... setzt.html

(*)
"Auch Glasaale orientieren sich am Mond
Migrierende Jungaale nutzen den Neumond als Richtungsgeber
Ein zusätzlicher Hinweisgeber“
... Die Ausrichtung der Glasaale hing in unserer Studie von dem Azimut des Mondes und seiner Position im Verhältnis zum Horizont ab“, fasst Crescis Team zusammen.
„Dies deutet darauf hin, dass der Mond als ein zusätzlicher Hinweisgeber während der Migration der Tiere in Richtung Land fungiert.“
Allerdings scheinen die Glasaale die Position des Trabanten nur bei Neumond exakt wahrnehmen zu können, wie die Forscher betonen.

Dies ist erstaunlich, denn der Neumond ist für das Auge unsichtbar. „Der Mechanismus, mit dem die Glasaale tagsüber den Azimut des Mondes aufspüren, kann daher nicht auf visuellen Reizen beruhen“, erklären Cresci und seine Kollegen. Ihrer Ansicht nach könnten stattdessen Gravitationskräfte oder Störungen elektrischer Felder eine Rolle spielen. So ist bekannt, dass der Mond Einfluss auf das elektrostatische Feld der Erde hat – und dass dies zum Beispiel bei Vollmond und Neumond Spannungserhöhungen auf der Erdoberfläche auslöst."
Aus und mehr:
https://www.scinexx.de/news/biowissen/a ... h-am-mond/

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 23 Sep 2022 17:40

Ohne viele Worte von mir, weil sprachlos und wütend.

"23.09.2022
Wenn es um das massenhafte Fischsterben in der Oder geht, fordert die deutsche Umweltministerin von Polen volle Transparenz.
Selbst mauert die Grünen-Politikerin.

... Geht es nach der Behörde, soll keine der deutschen Akten zum massenhaften Fischsterben an die Öffentlichkeit gelangen –
sie sollen sprichwörtlich in den Giftschrank.

t-online beantragte vor Wochen Auskunft nach dem Umweltinformationsgesetz.

Doch ein öffentliches Interesse an den Unterlagen sei nicht ersichtlich, teilte eine Sprecherin nun mit.
Um seine eigene Blockadehaltung rechtfertigen zu können, bemüht das Ministerium, was die Gesetzeslage vermeintlich hergibt.

Der interne Schriftverkehr zu Giftverdacht und Massensterben? Jede Zeile müsse intern bleiben, um "die Unbefangenheit einzelner Meinungsäußerungen und die Offenheit der Kommunikation (...) für die behördliche Entscheidungsfindung" zu schützen.

Zumal "die Bekanntgabe der Informationen nachteilige Auswirkungen auf internationale Beziehungen hätte".

Der Schriftverkehr mit den Landesministerien und anderen Ressorts auf Bundesebene? Sei ebenfalls vor öffentlicher Einsicht geschützt, da sonst "zukünftig die Unbefangenheit der Meinungsäußerung zwischen den beteiligten Stellen" beeinträchtigt sein könnte.

Zumal "die Bekanntgabe (...) nachteilige Auswirkungen auf internationale Beziehungen hätte".
Deshalb gibt das Ministerium keine Seite der vorhandenen Akten frei.

Nicht über den Austausch mit der EU-Kommission, nicht über den Schriftverkehr mit den polnischen Behörden, nicht zu den vorbereitenden Besprechungsunterlagen der Ministerin und der Staatssekretäre.

Was hingegen gern eingesehen werden darf, sind Verlautbarungen, die längst öffentlich sind, etwa Pressemitteilungen und die Musterantwort auf Bürgeranfragen. ...
Aus:
https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... hluss.html

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 30 Sep 2022 10:13

Fischsterben in Oder

"Algenblüte als Ursache?
Stand: 29.09.2022
Polnische Experten machen eine giftige Algenart als Auslöser für das Fischsterbens im Sommer verantwortlich. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nennt hingegen Salzeinleitungen polnischer Bergbaubetriebe als Ursache.Polnische Wissenschaftler haben in einem Bericht bestätigt, wonach eine Algenblüte Auslöser für das Fischsterben in der Oder im August war. "Der Grund für das Fischsterben war höchstwahrscheinlich die toxische Wirkung einer Algenblüte", sagte die Wasserbiologin Agnieszka Kolada vom Institut für Umweltschutz in Warschau bei der Vorstellung des vorläufigen Berichts."
Aus und mehr:
https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... n-101.html

"Greenpeace legt Bericht vor zum Fischsterben in der Oder.
Ist Polens Bergbau dran schuld?
29.09.2022
Seit Wochen suchen Experten Ursachen für das große Fischsterben in der Oder. Ein Greenpeace-Gutachten macht den polnischen Bergbau verantwortlich.
Polens Behörde sieht das anders."
Aus und mehr:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama ... e-100.html

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 02 Okt 2022 03:01

Off topic

Folgendes ist keine Werbung für ... auch wenn ich eine Jacke dieses Unternehmers habe.
15 Jahre alt und mit Bedacht gekauft.

" 15.09.2022
Die Outdoorfirma Patagonia verdient ihr Geld mit Bekleidung für den Gang in die Natur. Dem Gründer Yvon Chouinard ist dabei ein nachhaltiger Ansatz wichtig. Um den Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen, gibt er nun sogar seinen Status als Besitzer des Unternehmens ab."
Aus:
https://www.rnd.de/wirtschaft/patagonia ... 3C6PE.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Yvon_Chouinard

Das ist wirklich viel Geld, mit wenigen Mitarbeiter/innen !?
"Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2020 ca. eine Milliarde Dollar Umsatz.[2] Dabei beschäftigt es Stand 2019 ca. 1500 Mitarbeiter.[
Aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Patagonia_(Unternehmen)

Noch EINER
"In seiner Heimat USA verfügt der Gründer des Nachrichtensenders CNN schon seit Jahren über mehr Land als jeder andere Privatmann.
Ihn treibe die Furcht, dass »die Menschheit in ihr Verderben rast«, sagt er."
Aus:
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/luxu ... sein-75360

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 17 Okt 2022 12:45

Guten Tag,
vielleicht, ich hoffe es sehr, kann der folgende Beitrag das Fischsterben, Muscheln usw. in der Oder hier an dieser Stelle als abschließende Informationsquelle beenden!?

Es ist alles bekannt, was getan werden muss um solch einen Zwischenfall für die Zukunft auszuschließen.
Auch ist alles bekannt um den wichtigen Lebensraum an der Oder und ... zu schützen, zu verbessern.

Die Politik ist gefordert und notfalls in die Haftung zu nehmen, durch Wahlen z.B.

17.10.2022
"Martin Pusch vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei hofft, dass die Umweltkatastrophe zu einem grundsätzlichen Umdenken führt. Gegenwärtig könne von keinem guten Zustand die Rede sein. Wenn man die Oder aber als naturnahen Fluss erhalten wolle, müsse man den Oder-Ausbau zur großen Wasserstraße stoppen. Nur so gebe es die Chance, dass die Oder wieder zu einem Natur-Idyll wird.

Die hohe Salzkonzentration in der Oder sei kein einmaliges Ereignis, seit 2011 sei ein Anstieg zu verzeichnen,"
Aus und mehr:
https://www.deutschlandfunk.de/fischste ... g-100.html


Wenn sie den Artikel über die Oder gelesen haben wird Salz ihnen häufiger aufgefallen sein.
Das macht man nicht nur in Polen so, sich der preiswerten Entsorgung über Flusssysteme zu bedienen.

In Deutschland wird diese Umweltsauerei seit Jahrzehnten politisch unterstützt.

Letztmalig als Weihnachtgeschenk 2021 für den Milliardenschweren K & S Konzern.

"K+S darf Salzabwasser noch jahrelang in die Werra leiten
Veröffentlicht am 23.12.21

... So wird der Grenzwert für Chlorid stufenweise von 2.400 Milligramm auf 1.700 Milligramm pro Liter Wasser ab 1. Januar 2024 gesenkt.
Auch für Magnesium und Kalium gelten jeweils schrittweise niedrigere Grenzwerte. Die Erlaubnis stehe außerdem unter dem Vorbehalt einer weiteren Grenzwerte-Senkung für die Jahre 2026/2027. Ihr soll eine Überprüfung durch die FGG Weser bereits im Jahr 2024 vorausgehen."
Aus und mehr:
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/s ... s-102.html

Und diese Sauerei wird uns noch länger belasten, noch Jahrzehnte nach der letzten Salzwassereinleitung in unsere Gewässer.

"Im Land der weißen Berge
13.10.2022 30 Min. Video

Man sieht ihn schon aus weiter Ferne, den weißen Berg, der in der Landschaft thront.

Der "Monte Kali" besteht aus Steinsalz, dem Abraum der Kaliindustrie.
Er steht im hessischen Heringen, an der Grenze zu Thüringen, und ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Tour durchs "Land der weißen Berge".
Von ihm aus hat man einen herrlichen Blick ins Werratal, in eine Region, die durch den Abbau von Salz geprägt wurde."
Aus:
https://www.ardmediathek.de/video/alpha ... NGYxN2I0OA

Aus der Märchenstunde der Heuschrecke K & S :

"Auf Grundlage unserer Nachhaltigkeitsziele sorgen
wir mit unserer Klimastrategie dafür, dass Umwelt,
Natur und Klimaschutz bei jeder unternehmerischen Entscheidung berücksichtigt werden.
Denn unser Handeln soll auch zukünftig eine
breite gesellschaftliche Akzeptanz finden.

... Preis für Kaliumchlorid steigt an
Die starke Nachfrage nach Düngemitteln oder der Nachkauf
von aufgebrauchten Vorräten sind beispielhafte Gründe
für den Anstieg des Kalipreises auf den Weltmärkten. Unsere
Gewinnsituation hat sich dadurch erheblich verbessert.

Für das Jahr 2021 konnten wir die Ergebnisprognose deutlich verbessern
und diese sogar mehrfach nach oben korrigieren. Die kartellrechtliche
Freigabe von REKS ist am 1. Dezember 2021 erteilt worden und der damit
verbundene prognostizierte Einmalertrag von 200 Mio. € in die Ergebnisprognose eingeschlossen, die mit 830 Mio. € ausgewiesen wurde.

969,1 Mio. € EBITDA K+S Gruppe1

(2020: 267 Mio. €)
ohne den prognostizierten Einmalertrag von 200 Mio. € durch REKS


Aus fortgeführter Geschäftstätigkeit."
https://www.kpluss.com/de-de/investor-r ... tsbericht/

"Der Düngemittelhersteller K+S hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Nach Angaben des Vorstands wuchs der Umsatz um ein knappes Drittel auf 3,2 Milliarden Euro.
Der Gewinn vor Steuern stieg sogar auf das Dreieinhalbfache, von rund 270 auf rund 970 Millionen Euro.

Thüringen zahlt dem Kali-Konzern K+S jedes Jahr Millionen für die Sicherung stillgelegter Kalibergwerke."
Aus:
https://www.mdr.de/nachrichten/thuering ... n-100.html

Deutschland hat einige Krisen, Probleme, und wenn man genauer hinschaut ist der Hot Spot sehr deutlich zu erkennen, wo diese Krisen/Probleme entstehen:

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin

und auch hier:
https://www.politische-bildung.de/laenderportale

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 18 Okt 2022 11:00

Nachtrag zu meinem Kommentar vom 17.10.2022
bezugnehmend auf K & S
das Unternehmen ging fast zeitgleich an die Presse.

Laien könnten denken HURRA,
ein guter Tag für die Umwelt für die Menschen.

Aber es gibt Fragezeichen und der Termin 2027 ist ja nun wirklich nicht mehr zu verschieben = EU WRRL
ODER doch ? (*)

Der steuerliche Vorteil den dieser Umbau dem Unternehmen bringt, Umsatz in 2021 fast eine Milliarde Euro, dürfte der Konzernspitze sicher wichtiger sein als Umwelt/Naturschutz.

"Mehr Ausbeute, dafür weniger Energie- und Wassereinsatz - K+S will sein Verbundwerk Werra neu aufstellen.
Die große Kalinachfrage verschafft dem Konzern den Spielraum für den voraussichtlich rund eine halbe Milliarde Euro teuren Umbau. (c) k+s"
Aus und mehr:
https://www.proplanta.de/agrar-nachrich ... 97221.html

(*)
Das war auch einmal der Text der mit dem Ziel 2015 endete.

10/2022
"Mit Einführung der Wasserrahmenrichtlinie wurde europaweit angestrebt, alle Flüsse, Seen, Grundwasser und Küstengewässer bis spätestens 2027 in einen "guten Zustand" zu überführen."
Aus:
https://www.umweltbundesamt.de/wasserra ... #undefined

Und scheinbar sind wir Bürger wieder hinter die Fichte geführt wurden, es deuten sich mehrere Hinweise an, die das Jahr 2045 möglich machen
um z.B.
Die Umgestaltung der unteren Erft Umsetzung des Perspektivkonzeptes 2045
Aus:
https://docplayer.org/107468161-Die-umg ... -2045.html

"Deutschland verstößt gegen europäische Vorgaben zum Gewässerschutz.
Nach den Plänen der Bundesländer werden bis 2027 anders als vorgeschrieben nur wenige Gewässer in einen guten ökologischen Zustand versetzt, kritisiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in seiner Stellungnahme zur europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).
Für viele Seen und Flüsse – wie beispielsweise die Elbe – werden die Ziele bis ins Jahr 2045 oder gar darüber hinaus verschoben.
Dies verstößt gegen geltendes EU-Recht. "
Aus:
https://www.presseportal.de/pm/7666/4947404

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 02 Nov 2022 18:14

Experte befürchtet Fischsterben
Erneut erhöhter Salzgehalt in der Oder festgestellt
Mo 31.10.22
Aus:
https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/pa ... chtet.html

https://www.spiegel.de/panorama/oder-na ... dc3692dbbf

Aus dem Spiegel Artikel.
"Die Mittlere Oder von Ratzdorf bis Kietz (Kreis Oder-Spree) führe seit Jahren hohe Salzfrachten, teilte das Landesministerium weiter mit.
Die in der Oder vorkommende »Lebensgemeinschaft« habe sich offensichtlich sowohl an die hohe Grundbelastung als auch an die zu verzeichnenden Schwankungen und Spitzen angepasst."

So ist das gedacht, eine Brackwasseregion ist in manchen Flusssystemen normal.
Aber nicht an der Stelle der Oder!

"Abschnitte eines Fließgewässers, die in geologischer, physikalischer, chemischer und biologischer Hinsicht von anderen Abschnitten verschieden sind. Man unterscheidet nach Biotop (Lebensraum) und Biozönose (Lebensgemeinschaft): 1) die Bergbachregion mit Rhithral (z. B. Gesteinsboden, geringe Wassertiefe, starke Strömung, niedrige Temperatur und hoher Sauerstoffgehalt des Wassers) und Rhithron (z. B. Moose, lachsartige Fische); 2) die flussabwärts anschließende Region mit Potamal (z. B. Kies-, Schlammboden, tieferes Wasser, höhere Temperatur und niedrigerer Sauerstoffgehalt des Wassers) und Potamon (z. B. Wasserpflanzen, Plankton, karpfenartige Fische). Eine andere Unterteilung der Flussbiozönosen erfolgt nach Leitfischen:
Die Fischregionen des Rhithron sind Forellen- und Äschenregion,
die des Potamon Barben- und Brachsenregion,
der Bereich der Flussmündungszone heißt Kaulbarsch-Flunder-Region. (Gewässerregionen)"
Aus:
https://universal_lexikon.de-academic.com/238863/Flussregionen

Bei Flüssen und Strömen, welche in ein Meer münden entsteht Brackwasser, das ist Fluss- oder Meerwasser mit einem Salzgehalt von 0,1 bis 1 %.
In dieser 5. Region, ...
https://www.willwissen.net/fragen/408659

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 09 Nov 2022 12:11

KINOFILM

"THE NORTH DRIFT -
PLASTIK IN STRÖMEN (2022)
Wir alle wissen, dass wir keinen Müll in die Landschaft werfen sollen. Doch was genau passiert eigentlich mit den Dingen, den Verpackungen, Plastikflaschen oder Mützen, die doch liegenbleiben?
Dieser Frage geht Filmemacher Steffen Krones in seinem Dokumentarfilm The North Drift nach.
...
so fragt er sich zusammen mit Freund Kris aus Norwegen:
Kommt diese Bierflasche tatsächlich aus Deutschland?
Wie ist sie hierhergekommen? Kann es sein, dass sie von einem deutschen Flussufer aus bis in die Arktis getrieben wurde?

Zurück in Dresden gibt er die Pfanddose im Supermarkt zurück, erhält 25 Cent, aber das Thema lässt den Filmemacher nicht mehr los. "
Aus und zum Trailer:
https://www.kino-zeit.de/film-kritiken- ... oemen-2022

2009
"Plastic Planet" ist der erfolgreiche Kinodokumentarfilm von Regisseur Werner Boote und zeigt, dass Kunststoffe eine globale Bedrohung für die Umwelt und die Menschen sind.
Zum Trailer
https://www.youtube.com/watch?v=mlgmG4OrdyU

10 Jahre später, hier

31.01.2019
Bei der Herrenhausen Science Movie Night folgte auf die Vorführung des aufwühlenden Dokumentationsfilms "Plastic Planet"
eine Debatte mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Meeresbiologie, Verfahrenstechnik und Sozialökologischer Forschung.

Es diskutierten Dr. Lars Gutow, Biologe, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Dr. Johanna Kramm, Leiterin der SÖF-Nachwuchsgruppe PlastX am Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH und
Prof. Dr.-Ing. Andrea Siebert-Raths, Hochschule Hannover, Leiterin des IfBB - Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe.
Sie nahmen die Bedeutung von Plastik für uns und unsere Umwelt in den Blick und zeigten Wege auf, die Politik, Wirtschaft und vor allem auch wir selbst gegen ein Vermüllen der Ökosysteme gehen können.

Herrenhausen SCIENCE MOVIE NIGHT - Film trifft Wissenschaft
"Erst bunt - jetzt düster.
Die Plage mit dem Plastik"

Zum 75 minütigen Audiobeitrag:
https://www.youtube.com/watch?v=HTdGZ10ws7M

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 14 Nov 2022 10:54

Beginn der Sonderuntersuchung zum Oder-Fischsterben

Von: Julia Dahm
11. Nov. 2022

https://www.euractiv.de/section/energie ... chsterben/

Nachtrag
zum 1. Link
"Unterdessen wird in der Untersuchung nicht erwähnt, dass die Ursachen für das Massensterben untersucht werden. "

Polnische Ausbaupläne könnten Oder den Rest geben
18.11.2022
https://fischundfang.de/polnische-ausba ... est-geben/

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 20 Nov 2022 00:20

Dürre und Gewässer

Wie der Klimawandel Flüsse und Seen bedroht.
Die Gewässer in Europa stehen unter Stress. Deutlich sichtbar waren im Sommer die niedrigen Flusspegel.
Was unter der Wasseroberfläche passiert und welche Folgen die Dürre für die Gewässer hat, ist nicht so leicht erkennbar – aber teils dramatisch.
Von Manuel Waltz | 17.11.2022
...
Geochemie von Seen ändert sich bei Sauerstoffmangel in der Tiefe
Der bekannteste und wichtigste Speisefisch im Bodensee ist das Felchen, ein lachsartiger Fisch, wie die Forelle auch. Diese brauchen kaltes, sauerstoffreiches Wasser, vor allem zum Laichen.
„Im ganz tiefen Wasser vom Bodensee zum Beispiel, da sinken die Eier der Felchen ab bis auf das Sediment und dass ist über 200 Meter tief und wenn dort dann kein Sauerstoff mehr sein sollte, weil zum Beispiel die Wintermischung ausgesetzt hat und keinen Sauerstoff nachtransportiert hat, dann können diese Felchen-Eier nicht überleben im ganz tiefen Wasser.
Also es ist vor allem für solche Fischlarven, Fischeier oder Organismen, die im Tiefen atmen müssen, wichtig. Und ganz entscheidend für Seen allgemein ist nun, wenn dort unten irgendwann kein Sauerstoff mehr ist, dann ändert sich die ganze Geochemie dort unten.

Dann kommen Stoffe aus dem Sediment heraus wieder in die Wassersäule.
Es kann H2S entstehen, das stinkt dann so nach fauligen Eiern, und die Lebensbedingungen werden dann extrem feindlich dort unten.
...
Ein Beispiel dafür, wie die exzessive Nutzung eines Flusses dieses Problem verstärkt ist der Hamburger Hafen, hier ist im Sommer kein Sauerstoff mehr im Wasser.
Christian Wolter:
45 Kilometer Strecke ohne Sauerstoff.
Dieses Jahr war das Sauerstoffloch 45 Kilometer lang.
Da kommt nichts mehr durch.
Das ist auch nicht attraktiv für Fische, dann dadurch zu wandern.“
Aus und mehr:
https://www.deutschlandfunk.de/fluesse- ... r-100.html

Alles hängt mit allem zusammen. (*)
Was wäre passiert wenn die Fischer am Bodensee große Mengen an Phosphat in den See eingebracht hätten?
Das hatten sie vor.

Es wird doch immer deutlicher, dass wir Menschen durch scheinbar kleine Eingriffe in die Natur, alles wissenschaftlich begutachtet und bezahlt von ?
das Gefüge der Evolution sehr deutlich durcheinander bringen.
Einige Jahre können wir das dann als Erfolg verzeichnen, aber auf Dauer sieht es eher nach einem irrationale Treiben aus.

„Die Menschheit übertreibt es, zuerst mit der Verschmutzung, dann mit der Reinigung“
Wilhelm Böhler, Fischer
Aus:
https://taz.de/Bodenseefischer-in-Not/!5704242/

(*)
"Der Forscher Alexander von Humboldt (1769 – 1859) prägte ein Naturverständnis, dass noch heute aktuell ist.
Klimawandel, Artenvielfalt und Ressourcennutzung können auf die Erkenntnisse dieses Forschers zurückgeführt werden, denn –
„alles hängt mit allem zusammen.“
Dies trifft insbesondere für die Land- und Forstwirtschaft zu. Sie sind gleichermaßen Täter und Opfer.
Sowohl die Landwirtschaft als auch die Forstwirtschaft nutzen sehr häufig den Begriff der Nachhaltigkeit und inszenieren sich gerne als Naturschützer.
Dies beruhigt zwar das Gewissen, aber es bleibt dabei – ein Baum ist ein Baum und es setzte sich die Erkenntnis durch, dass es keineswegs nachhaltig ist, einen gefällten Baum durch eine Neupflanzung zu ersetzen.
Das gesamte Ökosystem ist zu betrachten.
Da der gesamte Wald als Kohlenstoffsenke benötigt wird, sollte man den Wald in Ruhe lassen, damit er beispielsweise Humus bilden kann."
Aus und mehr:
https://udokoepke.de/alles-haengt-mit-allem-zusammen/

Das Wort zum Sonntag,
auch bei Herrn U. Köpke nachzulesen.

Es ist der Natur sogar absolut gleichgültig, ob der Regenwald verschwindet oder die Eisbären aussterben.

Harald Welzer formulierte in seinem Buch „Klimakriege“ (Frankfurt / Main, 2009) auf Seite 52 zutreffend:
„Pflanzen und Tiere haben kein Bewusstsein darüber, dass ihre Überlebenschancen verschwinden,
sie sterben lediglich aus.
Ökologische Probleme werden von menschlichen Überlebensgemeinschaften deshalb registriert,
weil Menschen als einzige Lebewesen ein Bewusstsein nicht nur über die Vergangenheit,
sondern auch über die Zukunft haben.
Fraglich ist bloß, ob die Natur uns weiterhin die maßlose Ausbeutung der Naturschätze gestattet.

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 23 Nov 2022 10:22

Guten Tag,

eine persönliche ausführliche Stellungnahme zum folgenden Fall, muss ich unterbinden bzw. sie sehr einschränken um mir nicht selbst zu schaden.
Dieser Fall macht mehr als deutlich mir welcher kriminellen Energie, mit welcher Gleichgültigkeit in Deutschland wegen einiger Euros, die berühmten Arbeitsplätze (bei Facharbeitermangel) die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen zerstört werden DARF.

Eine strafrechtliche Verfolgung ist bei solchen Umweltstrafsachen nicht nur die Ausnahme,
sondern sie wird wenn sie strafrechtlich verfolgt wird so niedrig bestraft,
dass es häufig eine Face ist. (*)

Es wird aber als SOWAS darf man in Deutschland nicht ungestraft machen verkauft, veröffentlicht.

Dieser Fall zeigt auch, nicht nur die Gülleautobahnen (**) verseuchen unser Land, jeder m² wird systematisch verunreinigt am Tag X ist es dann verseucht.
Sperrgebiet wurde geschaffen, am Boden, in der Luft, im Wasserkörper oberflächlich und unterirdisch. (***)

Das ist der Zeitpunkt, dass die Heuschrecken den Standort verlassen,
Schei.. auf Arbeitsplätze etc.

Dieser Fall macht auch deutlich, dass es nachvollziehbar ist, das NORMALBÜRGER ohne Wissen in der Sache nicht glauben können,
dass ca. 90% unser gesamten Gewässer in einem schlechten Zustand sind.

Man kann sich normalerweise solche Sauereien nicht vorstellen, schon gar nicht mit der Freigabe von Behörden.
(aus dem Fall: wir wollten mal sehen wie sich das auswirkt!)

" Der Fall
22.11.2022
Immer wieder leiten Industriebetriebe salzhaltiges Abwasser in Flüsse.
Mit schlimmen Folgen für Fauna und Flora.
Die Klimakrise verschärft das Problem,
denn die Verdünnung des Abwassers mit natürlichem Flusswasser nimmt durch lange Dürreperioden ab.
...
Dabei hatte der Deutschlandchef von Wintershall Dea noch im Februar 2022 im niedersächsischen Umweltausschuss behauptet, das salzhaltige Abwasser aus der Erdgasproduktion würde hauptsächlich wieder in den Untergrund verpresst.

Auf Nachfrage gab die Firma nun aber an, dass sie den überwiegenden Teil des Lagerstättenwassers, nämlich rund 70%, an Entsorgungsfirmen gibt. Die behandeln es und leiten es mit dem enthaltenen Salz in Flüsse."
Aus und Video 9 Min.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... se160.html

(*)
12.10.2022 — Gibt es ein Wasserrecht in Deutschland?
In Deutschland gibt es kein einheitliches Gesetzbuch welches den Umweltschutz regelt.
Aus:
https://www.bussgeldkatalog.org/umwelt- ... chmutzung/

(**)
"Schon seit 2008 drängt die Europäische Kommission als „Hüterin der Verträge" auf die angemessene Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie. Aufgrund der anhaltend hohen Belastung reichte die EU-Kommission im November 2016 schließlich Klage gegen Deutschland ein.

(bald sind es 100 Klagen. Sind diese Klagen eigentlich ein Teil von
“Brot und Spiele” (****)
Aus:
https://www.greenpeace.de/biodiversitae ... le-grenzen

(***)
Die Festsetzung von Höchstwerten/Grenzwerten im Allgemeinen, das ist auch häufig so eine Lobbyisten BITTE an die Politik.
Wechselwirkungen Stoff A mit B, A-B- und C das ist völlig unerforscht, in der Regel und hindert die Behörden nicht daran solchen Kombinationen
eine Freigebe zu erteilen.

Gesamtsituation der Nitratbelastung in Deutschland (EUA-Messnetz)
https://gis.uba.de/maps/resources/apps/ ... ml?lang=de

"In der Deutschen Trinkwasserverordnung ist für Nitrat ein Grenzwert von maximal 50 mg pro Liter festgelegt. Nun zeigt eine dänische Studie: Bereits deutlich unterhalb dieses Grenzwertes gibt es einen Zusammenhang zwischen Nitratgehalt und Darmkrebsrisiko. Vermutlich ist der aktuelle Grenzwert zu hoch angesetzt."
Aus:
https://www.ernaehrungsmedizin.blog/201 ... rebsrisiko.

(****)
Vieles spricht dafür, dass das Volk durch diese Praxis schon vor der Kaiserzeit beeinflusst wurde, um bei den Wahlen der Magistrate entsprechende Stimmen abzugeben.
Insofern waren “gewählte” Ämter von Politikern damit oft erkauft.
Aus:
https://www.geschichte-abitur.de/lexiko ... spiele-rom

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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 30 Nov 2022 10:43

"Ein Viertel der 641 getesteten Nitrat-Messstellen in Deutschland überschritten in 2021 den in der EU-Grundwasserrichtlinie 2006/118/EG (GWRL) für Grundwasser europaweit einheitlich festgelegten Schwellenwert von 50 mg Nitrat je Liter.
Damit hat sich die Anzahl der Überschreitungen an den Messpunkten gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert."
Aus und mehr:
https://www.proplanta.de/agrar-nachrich ... 23552.html

Wissen muss man, bei Geld wird fast alles möglich gemacht.

Eine Stiftung ist eine juristische Person des Privatrechts, in der ein bestimmter Vermögensbestand rechtlich verselbständigt wird, um auf die Dauer einen bestimmten Zweck nach dem Willen des Stifters zu erreichen (§§ 80 ff BGB).
Eine Stiftung ist somit kein Verein und hat keine Mitglieder.

Es wird wohl Zeit unseren Lebensgrundlagen ähnliche Rechte einzuräumen, denke nicht nur ich.

Es wird immer noch gern verschwiegen, wie hoch die Kosten sind, sein werden, die durch unser dummes Verhalten entstehen.

Ein Beispiel von XXX
"Der Hilfsfonds für die Opfer der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli vor allem im Westen Deutschlands ist unter Dach und Fach. Nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat zu.
Insgesamt sollen für den Wiederaufbau in den nächsten Jahren bis zu rund 30 Milliarden Euro ausgezahlt werden.

"01. JUNI 2022
Der Fluss, der gegen seine Verschmutzung klagt.
Eine weltweite Bewegung versucht, für die Natur juristische Rechte zu erstreiten.
Unsere Kolumnistin erklärt, wie das bei einem Fluss in Neuseeland gelang – und bei einem See in Florida trickreich verhindert werden könnte.
Aus und mehr:
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die- ... garn-91595

"Weltweit gibt es derzeit einige wenige Flüsse, die einen einzigartigen Status haben. Es sind Flüsse mit Rechten, man könnte auch sagen es sind Personen, juristische Personen. Vor dem Gesetz werden sie wie Menschen behandelt. Werden sie „verschmutzt“ kommt das juristisch gesehen einer „Körperverletzung“ gleich. Ein revolutionärer Ansatz, der Hoffnung macht. Von Claudia Schwarzmaier.

Der Vilcabamba in Ecuador war 2011 der erste Fluss weltweit, der zu seinem Recht kam. Möglich wurde dies, weil in Ecuador 2008 Mutter Erde in der Verfassung als juristische Person anerkannt wurde. Der Natur wurde damit das Recht auf Respekt vor ihren Lebenszyklen, Strukturen, Funktionen und Entwicklungsprozessen zugesprochen. Zwei Anwohner klagten damals im Namen des Flusses, der durch ein Straßenprojekt „beschädigt“ wurde, der Fluss siegte, das Projekt wurde gestoppt."
Aus und mehr
https://www.quellonline.de/fluesse-mit-rechten/

Jens Kersten: „Das ökologische Grundgesetz“
So könnte eine grüne Verfassung aussehen.

"Zwar wurde 1994 das Staatsziel Umweltschutz ins Grundgesetz eingeführt,
2002 kam der Tierschutz hinzu, die Nachhaltigkeitsdebatte sei zudem allgegenwärtig.
Doch diese Instrumente hätten sich als zahnlos erwiesen, sagt Kersten.
Vor allem, weil sie Natur in erster Linie als zweckdienlich für den Menschen begriffen und ihr keine subjektiven Rechte gewährten, „um die Rechtsordnung im ökologischen Interesse in Bewegung zu setzen“.
Video 05:55 Minuten und mehr Text:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/je ... z-100.html
Zuletzt geändert von fischera am 02 Dez 2022 19:21, insgesamt 1-mal geändert.

fischera
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Re: Rätselhafter Schadstoff in unseren Flüssen

Beitrag von fischera » 02 Dez 2022 19:16

Hoffentlich wird hier kein weiterer Papiertiger in die Welt entlassen.

Weil Folgendes nicht nur für den Bundestag gilt.

"Kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es eingebracht wurde.
Peter Struck 2009"

"08.11.2022
Ende Oktober hat die EU-Kommission den Entwurf der neuen Kommunalabwasserrichtlinie veröffentlicht.
Neu ist,
dass die Kläranlagen zur Spurenstoffreduktion ertüchtigt und die erweiterte Herstellerverantwortung verankert werden sollen:

Erstmals sollen Hersteller von Arzneimitteln und Chemikalien, deren Produkte die Gewässer verunreinigen, in die Pflicht genommen werden.

Mit der erweiterten Herstellerverantwortung greift die EU-Kommission eine langjährige Forderung des VKU auf und bringt eine überfällige Weiterentwicklung europäischer Umweltpolitik auf den Weg.

Am 26. Oktober 2022 hat die EU-Kommission ihre Vorschläge für eine Überarbeitung der Kommunalabwasserrichtlinie und der Schadstofflisten für Oberflächengewässer und Grundwasser als Teil des „Null-Schadstoff“ Paktes veröffentlicht. "
Aus und mehr:
https://www.vku.de/themen/europa/artike ... ssern-vor/

Eine weitere Veränderung wird hier mitgeteilt:

"Bei der Beurteilung der Gewässergüte eines Baches oder Flusses wurde bisher das
Makrozoobenthos als Biologischer-Güteanzeiger genommen.
So wurden die meisten
Fließgewässer der Güteklasse II zugeordnet.

Nach der neuen Gewässerbewertung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zeigen
vier
Bewertungskomponente den gesamten ökologischen Zustand eines Gewässers an:
1. Großalgen oder Angiospermen, 2. Makrophyten, 3. Benthische wirbellose Fauna,
4. Fischfauna."
Aus, vom 25.11.2022:
https://okerlachs.de/neu-biologische-qu ... h-eu-wrrl/

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